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Rot-Weiss Köln hat das zweite Meisterschafts-Double in der deutschen Feldhockey-Geschichte verpasst.

Beim Final Four in Hamburg musste sich der Titelverteidiger im Herren-Finale dem Euro-Hockey-League-Gewinner Harvestehuder THC mit 1:5 (1:1) geschlagen geben und konnte seinen Damen damit nicht folgen.

Diese hatten sich zuvor im Siebenmeterschießen gegen Turnier-Gastgeber UHC Hamburg mit 7:6 durchgesetzt. Nach Verlängerung hatte es 3:3 gestanden.

"Ich kann gar nicht glauben, dass ich mit meinem Verein in so kurzer Zeit eigentlich alle Titel gewonnen habe. Das ist einzigartig", sagte HTHC-Welthockeyspieler Tobias Hauke, der auch zum besten Spieler des Turniers gewählt wurde. Nach dem Triumph im Hallen-Europacup und der Euro Hockey League sicherten sich die Hanseaten ihre dritte Trophäe im Jahr 2014.

"Wir waren frisch, sind ohne Druck aufgetreten und haben verdient gewonnen", meinte Trainer Christoph Bechmann.

Die einzige Mannschaft, der das Double aus Männer- und Frauen-Meisterschaft glückte, bleibt der SC Frankfurt 1880. Die Hessen hatten 1989 bei Damen und Herren triumphiert.

Bei der 69. DM auf dem Gelände am Wesselblek sah es zunächst so aus, als könne Vorjahresmeister Rot-Weiss den Frankfurtern folgen. Moritz Trompert brachte die Rheinländer in der 29. Minute in Führung.

Doch der Jubel der Kölner währte nicht lange. Fünf Minuten später glich Moritz Polk vor rund 3.000 Zuschauern für Harvestehude aus. Nach dem Wechsel brachten Tobias Lietz und erneut Polk, dessen Schuss von Joakim Björkman ins Tor abgefälscht wurde, die Hamburger auf Kurs zum vierten Titel nach 1996, 1998 und 2000.

Besser als die Kölner Herren hatten es die Rot-Weiss-Damen gemacht und sich in einem Endspielkrimi gegen Uhlenhorst, das im Halbfinale Titelverteidiger Berliner HC mit 2:0 ausschaltete, ihren sechsten Meistertitel gesichert. Den entscheidenden Kölner Treffer erzielte Marion Rodewald, zuvor hatte Goalie Julia Ciupka den Siebenmeter von Uhlenhorsts Jana Teschke pariert.

In der regulären Spielzeit war der UHC durch Janne Müller-Wieland (24.) und Eileen Hoffmann (30.) in Führung gegangen. Nach dem Anschlusstreffer durch die Kölnerin Franziska Hauke (32.) kurz vor der Pause erzielte Vivien Tahal das 3:1 (47.), ehe Rebecca Grote (51.) und Anna Geiter (64.) noch ausglichen.

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