Eine misslungene Generalprobe hat bei Hockey-Olympiasieger Deutschland zwei Wochen vor Beginn der EM im belgischen Boom für Verunsicherung gesorgt.

Durch eine herbe 0:5 (0:3)-Pleite im letzten EM-Test am Sonntag nach schwacher Leistung gegen Gastgeber Belgien verlor der sichere 5:2 (3:1)-Sieg der Mannschaft von Bundestrainer Markus Weise im ersten Duell mit dem EM-Ausrichter am Vortag erheblich an Bedeutung.

"Wir haben verdient auf die Ohren bekommen, weil wir zu weit weg waren vom eigenen Standard und zwar sowohl bei eigenem Ballbesitz als auch bei Ballbesitz des Gegners", resümierte Weise.

Belgien ging durch zwei Tore von Florens van Aubel in Führung (18./19.).

Jerome de Keyser verwandelte einen Siebenmeter zum Halbzeitstand (35.).

Nach dem Wechsel erhöhten abermals van Aubel (52.) und Thomas Briels (57.) für den EM-Vierten von 2011.

Einen Formabfall seines Teams hatte Weise schon 24 Stunden zuvor trotz des klaren Sieges durch Treffer von Martin Häner (9.), Oliver Korn (23.), Florian Fuchs (28.), Marco Miltkau (39.) und Oskar Deecke (57.) registriert.

"Die erste Halbzeit war sehr gut. Die zweite ein bisschen chaotischer - da können wir noch etwas draus ziehen. Passiert ist aber nicht mehr viel. Wir hatten gut Kontrolle über das Geschehen", sagte der Coach am Samstag noch.

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