Der DHB hat die Konsequenzen aus dem enttäuschenden Abschneiden der deutschen Hockey-Frauen bei den Olympischen Spielen in London gezogen.

Der Verband teilte am Mittwoch mit, die Zusammenarbeit mit Frauen-Bundestrainer Michael Behrbaum nicht fortsetzen zu wollen. Behrmanns Kontrakt läuft zum Jahresende aus. Ein Nachfolger steht noch nicht fest, erste Gespräche laufen.

Mit Platz sieben in London konnten die Zielvorgaben des DOSB nicht eingehalten werden, heißt es in der Erklärung.

"Persönlich ist mir die Entscheidung sehr schwer gefallen, da ich seit vielen Jahren mit Michi Behrmann in verschiedenen Positionen sehr vertrauensvoll und gut zusammen gearbeitet habe. Dennoch sind wir nach der Analyse der Olympischen Spiele zu der Auffassung gekommen, in Damenbereich einen Neuanfang zu machen", sagte DHB-Sportdirektor Heino Knuf.

"Mit dem Risiko, dass ein Vertrag nicht verlängert wird, muss man als Trainer leben. Jetzt werde ich in den nächsten Wochen eine neue Herausforderung suchen und freue mich auf eine neue Aufgabe," sagte Behrmann, der sich bei Team und Mitarbeitern bedankte.

Der Hamburger Behrmann hatte die Nationalmannschaft Ende 2006 von Markus Weise übernommen und bei zwei Olympischen Spielen, einer Weltmeisterschaft, sechs Champions Trophys sowie drei Europameisterschaften betreut.

Bei zehn der zwölf Turniere erreichte das Halbfinale. Zudem gehörten die Frauen unter Behrmann konstant zur Weltspitze.

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