Maximilian Müller gewann 2012 in London Olympia-Gold mit der Nationalmannschaft © getty

Die Deutsche Bank und die Deutsche Sporthilfe suchen gemeinsam den Sport-Stipendiaten des Jahres 2013. Stimmen Sie jetzt ab!

München/Frankfurt - Den Spagat zwischen Hochleistungssport und beruflicher Ausbildung stellt viele Spitzensportler vor eine große Herausforderung. Unterstützung ist dabei unerlässlich.

Ein Weg hierzu ist das Sport-Stipendium, dass die Deutsche Bank an von der Deutsche Sporthilfe geförderte Athleten vergibt.

In diesem Jahr zeichnen die Deutsche Bank und die Deutsche Sporthilfe erstmals einen von der Sporthilfe geförderten Top-Athleten als Sport-Stipendiaten des Jahres aus, der sowohl sportlich als auch im Studium herausragende Leistungen erzielt hat.

Und das Beste: Sie können ab sofort unter www.deutsche-bank.de/sporthilfe-wahl bis zum 16. August 2013 unter folgenden, von einer Fachjury nominierten fünf Top-Sportlern den Gewinner bestimmen.

Einer der Kandidaten ist Hockeyspieler Maximilian Müller.

In London gewann er als Kapitän der Hockey-Nationalmannschaft die Goldmedaille. Mit seinem Heimatverein, dem Nürnberger HTC, gelang ihm der Aufstieg in die 1. Bundesliga.

Für Maximilian Müller war von Beginn an klar, dass man mit Feldhockey seinen Lebensunterhalt nicht durch eine reine Sportkarriere finanzieren kann.

Er studiert Sportökonomie an der Universität Bayreuth im 9. Fachsemester und will sich mit dem Masterstudium ein zweites Standbein aufbauen.

Dieses Ziel ist nicht ohne einige Kompromisse zwischen Universität und Sport sowie die Hilfe von Kommilitonen möglich.

Vor den Olympischen Spielen konnte er alle Scheine nach sechs Semestern ablegen, um in der Olympiavorbereitung die Bachelorarbeit schreiben zu können. Sein Bachelorstudium hat er mit der Note 2,2 abgeschlossen.

Auch im Masterstudium war es ihm bisher möglich, mehr Scheine zu erwerben als im Studienplan vorgesehen.

Seine sportlichen Ambitionen wird das Abwehr-Ass in nächster Zeit jedoch etwas zurückstellen müssen. Eine unumgängliche Achillessehnen-Operation zwingt Maximilian Müller zu einer mehrere Monate langen Pause. Daher steigen die Europameisterschaften ab Samstag ohne ihn.

Doch nach der Reha peilt er mit der Weltmeisterschaft im Juni 2014 in Den Haag schon wieder sein nächstes großes Ziel an.

Frage: Was waren Deine größten Momente als Hockeyspieler im vergangenen Jahr?

Maximilian Müller: Im Zentrum des Sportjahres 2012/13 standen natürlich die Olympischen Spiele in London und die sehr intensive Vorbereitung darauf. Dabei ist die zweite Goldmedaille in Folge die Krönung der Vorbereitung, die insgesamt zehn Monate gedauert hat! Noch einmal Gold zu holen, bei meinen wahrscheinlich letzten Spielen und das noch als Kapitän, hat dabei meine Träume weit übertroffen! Bei all dem Hype um Olympia darf man auch den Aufstieg mit meinem Heimatverein dem Nürnberger HTC in die 1. Bundesliga nicht vergessen. Durch die Rückendeckung des Bundestrainers war es mir möglich, trotz Olympiavorbereitung mit dem Verein in die 2. Liga zu gehen. Der Wiederaufstieg ist mir persönlich viel wert!

Frage: Hatte die Olympiavorbereitung auch Einfluss auf Dein Studium der Sportökonomie an der Universität Bayreuth?

Müller: Auch das Studienjahr war geprägt von den Olympischen Spielen! Um die Doppelbelastung zwischen Studium und Olympiavorbereitung meistern zu können, war allerdings eine Planung nötig, die über das letzte Jahr hinausging. Um die Fahrtbelastung zwischen Nürnberg, meinem Wohn- und Trainingsort und Bayreuth, meiner Uni in dieser Zeit möglichst gering zu halten, konnte ich mit großem Aufwand alle Scheine meines Bachelorstudiums bereits nach sechs Semestern ablegen. So konnte ich meine Bachelorarbeit in der Vorbereitungszeit von zu Hause aus schreiben. Dies hat dazu geführt, dass sowohl die Arbeit (Note 1,3) als auch die Vorbereitung hervorragend nebeneinander laufen konnten.

Frage: Wie schaffst du es Sport und Studium in Deiner Dualen Karriere zu vereinbaren?

Müller: Ich glaube ganz generell, dass man alleine keine echte Duale Karriere hinbekommen kann. Dafür braucht es immer auch die Kompromissbereitschaft der Uni und des Sports. Bei uns im Hockey ist es vom Bundestrainer so vorgegeben, dass vor den Highlights WM und Olympia Hockey klaren Vorrang hat. Dafür sind in den Jahren darauf auch sportliche Freiräume eingeplant, um diesen Rückstand im Studium wieder aufzuholen. Diesen Zyklus muss auch die Uni verstehen und mittragen. Ohne die Hilfe von Professoren, die Klausuren verlegen und Abwesenheiten tolerieren, wäre ein reguläres Studium nicht möglich. Also ist es eine Mischung aus einer persönlichen, langfristigen Planung und der Kompromissbereitschaft von Sport und Universität, die mir bis jetzt ein erfolgreiches Studium ermöglicht haben.

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