Michael Behrmann hatte die DHB-Damen 2006 als Olympiasieger von Athen übernommen © getty

Bundestrainer Michael Behrmann wird Platz 7 bei Olympia zum Verhängnis. Er reagiert gelassen. Die Nachfolger-Suche hat begonnen.

Pinneberg - Der Deutsche Hockey-Bund (DHB) hat die Konsequenzen aus dem enttäuschenden Abschneiden der deutschen Hockey-Frauen bei den Olympischen Spielen in London gezogen.

Der Verband teilte am Mittwoch mit, die Zusammenarbeit mit Frauen-Bundestrainer Michael Behrmann nicht fortsetzen zu wollen.

Behrmanns Kontrakt läuft zum Jahresende aus. Ein Nachfolger steht noch nicht fest, erste Gespräche laufen.

DHB will den Neuanfang

Mit Platz sieben in London konnten die Zielvorgaben des DOSB nicht eingehalten werden, heißt es in der Erklärung.

"Persönlich ist mir die Entscheidung sehr schwer gefallen, da ich seit vielen Jahren mit Michi Behrmann in verschiedenen Positionen sehr vertrauensvoll und gut zusammen gearbeitet habe. Dennoch sind wir nach der Analyse der Olympischen Spiele zu der Auffassung gekommen, in Damenbereich einen Neuanfang zu machen", sagte DHB-Sportdirektor Heino Knuf.

"Freue mich auf eine neue Aufgabe"

"Mit dem Risiko, dass ein Vertrag nicht verlängert wird, muss man als Trainer leben. Jetzt werde ich in den nächsten Wochen eine neue Herausforderung suchen und freue mich auf eine neue Aufgabe," sagte Behrmann, der sich bei Team und Mitarbeitern bedankte.

Der Hamburger stand in seiner Karriere etwas im Schatten von Erfolgstrainer Markus Weise, der die Frauen 2004 in Athen zum Olympiasieg geführt hatte und nach der WM 2006 das Ruder an den 45-jährigen Behrmann übergab.

Weise holte danach mit den Männern zweimal Olympisches Gold, die Frauen verpassten hingegen mit Rang vier in Peking eine Medaille knapp und wurden in London nur Siebte.

Fast durchweg ins Halbfinale

Zu Behrmanns größten Erfolgen gehört der Gewinn der Europameisterschaft 2007 sowie der Hallen-Weltmeistertitel von 2011.

Der frühere U21-Trainer hatte die Nationalmannschaft bei zwei Olympischen Spielen, einer Weltmeisterschaft, sechs Champions Trophys sowie drei Europameisterschaften betreut. Bei zehn der zwölf Turniere erreichte er das Halbfinale.

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