Bob Hanning ist DHB-Vizepräsident und Geschäftsführer der Füchse Berlin
Bob Hanning hat eine Doppelfunktion als DHB-Vizepräsident und Manager der Füchse Berlin © getty

Rückendeckung für Bob Hanning: Im Streit um seine Doppelfunktion als DHB-Vizepräsident und Manager des Pokalsiegers Füchse Berlin hat der 46-Jährige prominente Unterstützung von der Spitze der Bundesliga erhalten.

"Ihn jetzt öffentlich an den Pranger zu stellen, ist völlig indiskutabel. So etwas macht man nicht, das ist ungerecht", sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann am Freitag:

"Bob Hanning nimmt als Vorsitzender der Schiedsrichter-Kommission nur den Auftrag wahr, den wir ihm einstimmig gegeben haben."

Die beiden Bundesliga-Manager Dierk Schmäschke (SG Flensburg-Handewitt) und Axel Geerken (MT Melsungen) hatten Hanning zuvor aufgefordert, den Vorsitz der Schiedsrichter-Kommission des Deutschen Handballbundes mit sofortiger Wirkung niederzulegen oder seinen Betreuerplatz auf der Füchse-Bank zu räumen.

Nur durch die physische und psychische Distanz zu den Schiedsrichtern sei die Neutralität des Amtes eines DHB-Vize, das er seit September 2013 bekleidet, gewährleistet und jedem Verdacht der Einflussnahme vorgebeugt.

"Ich verstehe den Zeitpunkt der Kritik nicht. Die Liga hat sich doch bewusst in diese Situation hineinbegeben. Die Tatsache seiner Doppelfunktion wurde nie vertuscht", sagte Bohmann.

Der Liga-Boss kündigte aber an, das Thema auf der nächsten HBL-Präsidiumssitzung am 15. Mai zu besprechen: "Man sollte das Gespräch mit ihm führen und nicht über ihn."

Hanning, der von den Bundesliga-Vertretern einstimmig in die Kommission gewählt worden war, wollte sich nicht zur Kritik seiner Kollegen äußern.

Hier gibt es alles zum Handball

Weiterlesen