Das Comeback des unter Betrugsverdacht stehenden Olympiasiegers Nikola Karabatic bei seinem französischen Klub Montpellier droht zur Zerreißprobe zu werden. Schon vor dem 36:32 (18:14)-Sieg des Meisters gegen Aix En Provence , bei dem der Ex-Welthandballer sechs Tore erzielte, erklärte Trainer Patrice Canayer, dass die Situation die Mannschaft belaste.

"Die Leute möchten sehen, dass es einfach weiter geht. Der Superheld kommt und alles geht wieder in die richtige Richtung", erläuterte Canayer bei "20minutes.fr" die Situation: "Aber es ist derzeit kein Team. Die Dinge lassen sich nicht so einfach beiseite schieben."

Der Trainer erzählte, dass der Slowenen Primoz Prost sich bei Mitspielern und Mitarbeitern entschuldigt und dabei sogar geweint habe. Ein ähnliches Verhalten hätte man sich auch von den anderen Akteuren erhofft. Das sei aber nicht passiert.

"Wir müssen in der Lage sein und unsere Ressentiments und Emotionen beiseite zu schieben", erklärte Canayer.

Neben Karabatic waren auch die ebenfalls beschuldigten Issam Tej und Dragan Gajic (jeweils 9 Tore) in die Mannschaft des französischen Meisters zurückgekehrt.

Weiterlesen