Die Sportwelt bereitete sich auf Olympia in London vor, da traf Arnulf Meffle (54) der zweite schlimme Schock: Die drei Jahre zuvor diagnostizierte Leukämie-Erkrankung war außer Kontrolle geraten, nachdem sie längst im Griff schien.

Nun sucht der Weltmeister von 1978 mit Hilfe der Handballfamilie und der deutschen Bevölkerung dringend Stammzellenspender. Er will den Blutkrebs ähnlich besiegen wie der frühere Trampolinturner Manfred Schwedler nach dem Spendenaufruf 2006. Der Vize-Weltmeister von VT Rinten gilt als geheilt und ist wieder mit der Trampolin-Show "Flying Bananas" unterwegs.

Arnulf Meffle, Vater dreier erwachsener Kinder, musste inzwischen seine Tätigkeit als Realschullehrer beenden und in den Vorruhestand gehen. Mit seiner Erkrankung geht der 71-malige Nationalspieler offensiv um. "Mir hat es sehr geholfen, dass sich meine ehemaligen Mannschaftskameraden immer wieder bei mir gemeldet haben. Wir waren damals nicht nur eine Interessengemeinschaft, es wird sich umeinander gekümmert", so Meffle.

Meffles damalige Weltmeistermannschaft, die Handball-Bundesliga und die Stiftung Deutsche Sporthilfe starten zusammen mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) vom 2. bis 16. Dezember die Aktion "Handballer für Handballer".

Verbunden damit ist der deutschlandweite Aufruf, sich in der weltweit größten Datei registrieren zu lassen, um Arnulf Meffle und anderen an Blutkrebs erkrankten Patienten eine Überlebenschance zu geben.

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