In der Diskussion um die Überlastung der Spitzenhandballer hat sich Trainer Martin Schwalb vom Bundesligisten HSV Hamburg erneut zu Wort gemeldet. "Die Spieler werden ausgequetscht wie Zitronen", sagte der 49 Jahre alte Meistercoach von 2011.

Schwalb betonte, dass er durch die Spielansetzungen gezwungen werde, mit seinen Spielern über einen Verzicht auf große Turniere wie die Weltmeisterschaft 2013 zu sprechen. Dies hatte Bundestrainer Martin Heuberger zuletzt kritisiert.

"Dabei geht es mir aber überhaupt nicht um die deutsche Nationalmannschaft", sagte Schwalb: "Ich bin ihr größter Freund, und sie war bei Olympia ja auch gar nicht dabei."

Spieler wie HSV-Kreisläufer Igor Vori (Kroatien) oder THW-Kiel-Profi Marcus Ahlm (Schweden) würden jedoch "leider Gottes gezwungen, das eine oder andere wegzulassen."

Die Belastung mit der Europameisterschaft 2012 in Serbien, den Olympischen Spielen von London und der Weltmeisterschaft 2013 in Spanien (11. bis 27. Januar) innerhalb von 13 Monaten sei einfach zu hoch.

"Ich liebe Welt- und Europameisterschaften", sagte Schwalb, "und ich möchte, dass die besten Spieler dort antreten. Aber es geht nicht, sie können nicht. Das ist Fakt."

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