Die Diskussion um einen möglichen Verzicht einiger Profis auf die Handball-Weltmeisterschaft im Januar geht in die nächste Runde.

HSV-Trainer Martin Schwalb, der seine Spieler in Gesprächen davon überzeugen will, beim Turnier in Spanien nicht anzutreten, legte nach der Kritik von Bundestrainer Martin Heuberger noch einmal nach.

"Das verwundert mich. Er weiß, wie ich denke. Wir haben die Nationalmannschaft immer unterstützt und werden das auch immer tun", sagte Schwalb der "Hamburger Morgenpost". Die Spieler würden durch die "unmenschlichen Belastungen" jedoch gezwungen, sich zu entscheiden. EM, Olympia und WM innerhalb von 13 Monaten sei zu viel, "wir haben da eine Fürsorgepflicht", sagte der Meistertrainer von 2011.

Heuberger hatte eine zu "kurzfristige Denke" bemängelt. Er halte die Belastung zwar auch für sehr hoch, ein gutes Abschneiden der Nationalmannschaft sei aber für die Vereine von großer Bedeutung.

Aus dem aktuellen Kader des HSV Hamburg gehört nur Michael Kraus zum erweiterten Stamm der deutschen Nationalmannschaft, allerdings nominierte Heuberger den 28-Jährigen nach zuletzt schwachen Leistungen nicht für die Testspiele am Wochenende gegen Serbien (31:33; 32:23).

Der Spielmacher versicherte jedoch, dass er eine Teilnahme an der WM anstrebt. "Die Nationalmannschaft ist für einen Sportler das höchste Gut", sagte Kraus der "Hamburger Morgenpost".

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