Die deutschen Damen träumen von einer WM-Medaille © intern

Die Jensen-Truppe kommt schwer in die Partie, dreht dann aber auf und steht im Viertelfinale. Eine Medaille ist jetzt das Ziel.

Novi Sad - Die deutschen Handballerinnen haben ihren Siegeszug bei der Weltmeisterschaft in Serbien fortgesetzt und mit einem 29:21 (13:10) gegen Afrikameister Angola das Viertelfinale erreicht.

Nach dem sechsten Sieg im sechsten WM-Spiel trifft die Mannschaft von Bundestrainer Heine Jensen am Mittwoch auf Dänemark, das Montenegro 22:21 bezwang.

Rückstand zu Beginn

Die deutsche Mannschaft startete schwerfällig in das wichtige Spiel gegen Angola. Technische Fehler, überhastete Würfe aufs Tor und eine zu zögerliche Abwehr brachten die Afrikanerinnen überraschend schnell und gut in die Partie.

Nach acht Minuten lag Deutschland mit 2:5 zurück, nachdem der vielgelobte Rückraum serienweise den Pfosten oder die Latte des angolanischen Tores getroffen hatte.

Deutschland setzt sich ab

Ein Doppelschlag von Angie Geschke brachte die deutsche Mannschaft dann auf 4:5 heran, nach 15 Minuten war es erneut Geschke, die den Ausgleich zum 6:6 erzielte.

Über 7:7 (17.) und 8:8 (19.) konnte sich das Team von Heine Jensen bis zur 27. Minute auf 12:8 absetzen.

Die "Lebensversicherung" der deutschen Mannschaft stand in dieser Phase wieder einmal zwischen den Pfosten:

Spielführerin Clara Woltering entschärfte vor der Pause unter anderem vier Siebenmeter und entnervte die angolanischen Spielerinnen mit ihrer wuchtigen Präsenz im Tor.

Klare Sache in der zweiten Hälfte

Laura Steinbach erhöhte zu Beginn der zweiten Halbzeit schnell auf 15:10, und fortan geriet der deutsche Sieg nicht mehr in Gefahr.

Es war die späte Revanche für die WM 2011, als die deutsche Mannschaft mit der Niederlage gegen Angola die Hauptrunde verpasst und am Ende nur den 17. Platz belegt hatte.

"Auf jeden Fall eine Medaille"

Dafür will man sich in diesem Jahr so richtig schadlos halten. "Wir haben noch große Lust, lange hierzubleiben", sagte Bundestrainer Jensen (DATENCENTER: Der WM-Spielplan).

Am liebsten natürlich bis kommenden Sonntag, wenn in Belgrad das Finale stattfindet.

Clara Woltering möchte in jedem Fall "eine Medaille unter dem Weihnachtsbaum" haben, sie trug gegen Angola einmal mehr ihren Teil dazu bei, dass es damit durchaus klappen könnte.

Arbeit wartet

Allerdings haben Jensen und sein Trainerstab bis zum Viertelfinale gegen Dänemark oder den amtierenden Europameister Montenegro noch einiges zu tun.

Trotz der wenigen Gegentore wirkte die Abwehr im Spiel gegen Angola oft zu behäbig, was Spitzenteams eher ausnutzen dürften als die überforderten Angolanerinnen.

Und auch im Angriff lag einiges im Argen, die deutschen Spielerinnen ließen hundertprozentige Torchancen serienweise ungenutzt.

Steinbach beste Werferin

Beste deutsche Werferin gegen Angola war mit sechs Treffern Laura Steinbach, die im Sommer von Bayer Leverkusen zum ungarischen Spitzenklub Ferencvaros gewechselt war.

WM-Topscorerin Susann Müller traf fünfmal und erhöhte ihr Konto bei dieser WM auf 50 Tore.

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