Susann Müller trifft trotz hartnäckiger Gegenwehr 13 Mal für Deutschland © getty

Dank eines Kraftakts werden die DHB-Frauen Gruppenerster. Müller trifft aus allen Lagen. Torfrau Woltering hält den Sieg fest.

Novi Sad - Die deutschen Handballerinnen haben bei der WM in Serbien ihre weiße Weste gewahrt und sich den Gruppensieg gesichert.

Die Mannschaft von Trainer Heine Jensen besiegte den EM-Dritten Ungarn in Novi Sad nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit mit 27:26 (14:16) und feierte den fünften Erfolg im fünften Spiel.

Müller nicht zu bremsen

Matchwinnerinnen waren Susann Müller mit 13 Treffern und Torfrau Clara Woltering, die Sekunden vor Schluss einen Siebenmeter von Anita Görbicz parierte.

Gegner im Achtelfinale am Sonntag ist Angola (DATENCENTER: Der WM-Spielplan).

"Anita ist eine sehr gute Siebenmeterschützin. Ich kann mich eigentlich nur an einen Siebenmeter erinnern, den ich zuvor von ihr gehalten habe. Ich habe mir vor dem Wurf gedacht, es muss meiner sein", sagte Woltering.

Nervöser Beginn

Beide Teams begannen nervös. Erst in der fünften Minute fiel der erste Treffer.

Das deutsche Spiel war aber auch nach der Anfangsphase von Unkonzentriertheiten geprägt.

Der Weltmeister von 1993 leistete sich im ersten Durchgang immer wieder leichte Ballverluste, die die Ungarinnen zu Toren im Tempogegenstoß nutzten.

Görbicz glänzt für Ungarn

So geriet die DHB-Auswahl nach einer 6:5-Führung (15.) mit zwei Toren in Rückstand (6:8/19.).

Fünf Minuten später nahm Jensen beim Stand von 9:12 seine erste Auszeit. Sein Team hatte aber auch danach große Probleme.

Besonders Görbicz, die schon zur Pause acht Treffer erzielte, bekam die deutsche Abwehr nicht in den Griff. Selbst in doppelter Überzahl kassierte das deutsche Team einen Gegentreffer.

Wende nach der Pause

Nach dem Wechsel kamen die deutschen Frauen auch ohne die fehlenden Leistungsträgerinnen Kerstin Wohlbold (Kreuzbandriss), Anne Müller (Knieverletzung), Isabell Klein und Katja Schülke (beide schwanger) besser ins Spiel.

Die Abwehr agierte nun entschlossener, die leichten Fehler im Angriff wurden reduziert.

Der Lohn war der Ausgleich durch Müller zum 18:18 (37.).

Es entwickelte sich eine spannende Schlussphase.

Müller sorgte mit ihrem zehnten Treffer in der 48. Minute für die erste deutsche Führung (23:22) seit Minute 15.

In den letzten Minuten konnte sich die DHB-Auswahl auf Müller und Woltering verlassen.

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