Das DHB-Team kann gegen Ungarn den WM-Gruppensieg perfekt machen. Bei einer Niederlage droht hingegen das große Rechnen.

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Von Martin Jahns

München/Novi Sad - Vier Spiele, vier Siege, Achtelfinaleinzug gesichert. Das ist die makellose Bilanz der deutschen Handball-Frauen bei der WM in Serbien (DATENCENTER: Der WM-Spielplan).

Am Donnerstag ließen sich die DHB-Frauen gegen Außenseiter Tunesien auch von einer achtminütigen Torflaute nicht beirren und korrigierten einen überraschenden Halbzeitrückstand gegen die Nordafrikanerinnen in der zweiten Hälfte souverän.

Nun kann das Team von Bundestrainer Heine Jensen im letzten Gruppenspiel gegen Ungarn den Gruppensieg perfekt machen und gleichzeitig ein echtes Ausrufezeichen setzen (ab 16:45 Uhr LIVE im TV bei SPORT1u. LIVESCORES) .

Bei einer Niederlage wären jedoch noch kuriose Varianten möglich, die der deutschen auswahl immer noch Platz eins bescheren würde.

Die Rechenbeispiele im Überblick:

Deutschland ist Gruppenerster bei:

Einem Sieg oder Unentschieden gegen Ungarn? Einer Niederlage gegen Ungarn mit zwei oder einem Gegentor, wenn Rumänien gegen Tschechien gewinnt

Deutschland ist Gruppenzweiter bei:

Einer Niederlage gegen Ungarn, wenn Rumänien gegen Tschechien nicht gewinnt? Einer Niederlage gegen Ungarn mit drei Toren, wenn Rumänien gegen Tschechien gewinnt

Deutschland ist Gruppendritter bei:

Einer Niederlage gegen Ungarn mit vier oder mehr Toren, wenn Rumänien gegen Tschechien gewinnt.

Noch kein echter Prüfstein

Der Gruppensieg wäre für das Achtelfinale viel wert: Als Gruppenerster der deutschen Gruppe D wartet als Gegner der Vierte der Gruppe C. Das wären derzeit die Außenseiterinnen aus Angola - eine dankbare Aufgabe.

Zudem wäre der fünfte Sieg im fünften Spiel ein echter Fingerzeig. Denn ein echter Prüfstein stand in den bisherigen Gruppenspielen noch aus.

Australien und Tunesien waren als Underdogs kein Gradmesser, die Tschechinnen gehören nicht zu den europäischen Topmannschaften und auch das rumänische Team hat trotz des Achtungserfolges gegen Ungarn schon bessere Tage erlebt.

Zahlreiche Schlachten geschlagen

Mit dem EM-Dritten, der unter der Woche Szandra Zacsik nachnominiert hat, wartet auf das Team um Torfrau Clara Woltering nun ein Kontrahent, der einen Vorgeschmack auf das Niveau der K.o.-Runde gibt.

"Das ist ein altes Duell, da wurden schon Schlachten geschlagen", freut sich Anja Althaus bei SPORT1.fm auf den Klassiker: "Die Mannschaften kennen uns in und auswendig. Wir werden komplett konzentriert in dieses Spiel gehen."

Klein optimistisch

Bei der WM 2007, als Deutschland Bronze holte, endete das Duell gegen Ungarn in der Zwischenrunde 30:30.

"Wir haben in den letzten zwei Jahren vier oder fünf Mal gegen die Mannschaft gespielt mit einer positiven Bilanz für uns. Es ist auf jeden Fall eine starke Mannschaft. Ich bin trotzdem davon überzeugt, dass wir sie schlagen können", sagte SPORT1-Expertin und pausierende DHB-Kapitänin Isabell Klein.

Es wäre die einfachste Möglichkeit, das große Rechnen zu umgehen.

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