Susann Müller gelingen gegen Rumänien elf Treffer © imago

Die Jensen-Sieben kann nach drei Siegen für das Achtelfinale planen. Müller und Woltering entscheiden die Partie gegen Rumänien.

Novi Sad/Köln - Clara Woltering vernagelte das Tor, Susann Müller traf nach Belieben: Die deutschen Handballerinnen können bei der Weltmeisterschaft in Serbien für das Achtelfinale planen.

Das Team von Bundestrainer Heine Jensen gewann auch sein drittes Vorrundenspiel in der Gruppe D gegen Rumänien mit 26:23 (13:12) und hat damit das von Jensen ausgerufene Minimalziel K.o.-Runde so gut wie erreicht. (DATENCENTER: Der WM-Spielplan). .

Nächster Gruppengegner ist am Donnerstag (ab 16:45 Uhr LIVE im TV bei SPORT1u. LIVESCORES) Tunesien.

Woltering und Müller glänzen

Entscheidenden Anteil am Erfolg gegen Rumänien hatte Torhüterin Clara Woltering, die insgesamt sechs Siebenmeter entschärfte und ihrer Mannschaft mit Glanzparaden ein sicherer Rückhalt war. "Clara hat das erste Mal in diesem Turnier gezeigt, was sie wirklich drauf hat", sagte Jensen: "Sie hat Rumänien echt entnervt."

Von der rumänischen Abwehr war Susann Müller vom HC Leipzig nie zu bremsen. Die Linkshänderin traf insgesamt elfmal ins Netz und hat damit in den bisherigen drei Spielen bereits 28 Treffer erzielt. "So eine Spielerin brauchst du, die alles trifft und auch unmögliche Bälle reinmacht", sagte Jensen.

Lob von DHB-Präsident Bauer

"Clara und Susann waren überragend", sagte DHB-Präsident Bernhard Bauer: "Es war großartig zu sehen und wichtig für die Mannschaft, dass sie auch gegen einen starken Gegner bestehen kann."

"Es ist toll, dass wir das Achtelfinale erreicht haben", sagte Jensen: "Das war unser Ziel, jetzt können wir beruhigt nach vorne schauen. Wir wollen jedes Spiel gewinnen, daran hat sich nichts geändert."

Naidzinavicius setzt zu Beginn Akzente

Regie im Angriff führte in Vertretung der verletzten Kerstin Wohlbold die 22-jährige Kim Naidzinavicius, die vor allem in der Anfangsphase einen hervorragenden Job machte und sich auch viermal in die Torschützenliste eintrug.

Die von Anja Althaus dirigierte Abwehr wirkte sicherer und konzentrierter als in der Partie am Montag gegen Tschechien.

"Wir haben wieder ein richtiges Bollwerk hinten hingestellt", sagte die Rekord-Nationalspielerin des deutschen Meisters Thüringer HC, die sich "so richtig dolle" freute: "Und wir haben noch immer so viel Luft nach oben."

DHB-Damen legen Pause ein

Deutschland erwischte einen furiosen Start und führte nach 17 Minuten bereits mit 10:5. Danach riss vorübergehend der Faden, und Rumänien kam deutlich besser ins Spiel.

Vor dem gegnerischen Tor vergaben die deutschen Spielerinnen zu leichtfertig ihre Chancen oder scheiterten an den rumänischen Torhüterinnen, die ihrem Gegenüber Clara Woltering zunächst in nichts nachstanden.

Knappe Pausen-Führung

Dennoch verteidigte das Team von Heine Jensen die Führung bis zur Pause, bis dahin allerdings war der Vorsprung auf ein einziges Tor zusammengeschmolzen.

Vor allem Woltering und Müller war es zu verdanken, dass sich das Blatt in der Schlussphase der ersten Halbzeit nicht zugunsten Rumäniens wendete.

Rumänien hartnäckig

Nach der Pause zog Deutschland durch drei schnelle Tore von Müller, Nadja Nadgornaja und Natalie Augsburg innerhalb von drei Minuten auf 16:12 davon.

Richtige Ruhe im deutschen Spiel wollte dennoch nicht aufkommen, technische Fehler im Angriff und Unkonzentriertheiten in der Abwehr hielten Rumänien in Schlagdistanz.

In der Schlussphase entwickelte sich ein hektisches Spiel auf beiden Seiten, in dem Deutschland schließlich die Nerven behielt und den dritten Gruppensieg unter Dach und Fach brachte.

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