Lars Kaufmann (2.v.l.) steht mit Flensburg vor dem ersten Titel seit sieben Jahren © getty

Die Spielgemeinschaft gewinnt das Hinspiel in Gummersbach hauchdünn und träumt vom ersten Titel seit 2005. Eggert überragt.

Gummersbach - Der ehemalige deutsche Meister SG Flensburg-Handewitt steht vor seinen ersten Titelgewinn seit 2005.

Das Team von Trainer Ljubomir Vranjes gewann das Hinspiel des deutschen Finals im Pokalsieger-Cup beim Bundesliga-Konkurrenten VfL Gummersbach mit 34:33 (16:17).

Damit verschaffte sich das Team eine hervorragende Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Freitag in eigener Halle.

Als bislang letzten Titel hatte der Meister von 2004, der sich in der laufenden Saison bereits die Champions-League-Qualifikation gesichert hat, vor sieben Jahren den DHB-Pokal geholt.

Vranjes bremst die Euphorie

"Wir sollten mit der Euphorie noch warten", warnte Ljubomir Vranjes. "Wir haben noch 60 Minuten vor uns und werden uns bis Freitag keine Pause gönnen."

SG-Manager Holger Kaiser begeisterte, dass das Team im Hexenkessel von Gummersbach einen "coolen Kopf" bewahrte: "Egal, was passierte: Trainer und Mannschaft haben das Richtige gemacht."

Gummersbach muss bangen

Der VfL muss dagegen um seinen vierten Titel innerhalb von drei Jahren bangen (DATENCENTER: Pokal der Pokalsieger).

Gummersbach hatte 2009 den EHF-Pokal gewonnen und in den folgenden beiden Jahren den Pokalsieger-Cup. Mit der erneuten Titelverteidigung und dem dritten Triumph in drei Jahren wird es nun ganz schwer.

"Heute wäre sicher mehr dringewesen, aber am Ende war der knappe Sieg verdient. Die entscheidenden Fehler haben wir heute in der Abwehr gemacht. Wir sind mit dem Tempogegenstoßspiel von Flensburg nicht gut zurecht gekommen", sagte Gummersbach-Coach Emir Kurtagic.

Eggert überragt

Vor 2105 Zuschauern in der ausverkauften Eugen-Haas-Halle war Anders Eggert mit elf Toren bester Flensburger Werfer.

Für Titelverteidiger Gummersbach traf Nationalspieler Adrian Pfahl (9) am besten.

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