Die Frauen des Thüringer HC können weiter von einer erfolgreichen Titelverteidigung in der Bundesliga träumen.

Der Deutsche Meister verlor zwar das Final-Hinspiel beim Buxtehuder SV mit 25:26 (11:10), geht aber angesichts des knappen Rückstandes optimistisch in das Rückspiel am kommenden Samstag (15 Uhr) in Bad Langensalza.

"Wir hätten natürlich gerne gewonnen, aber für das Rückspiel ist alles offen. Wenn man deutscher Meister werden will, muss man zu Hause gewinnen", sagte THC-Trainer Herbert Müller nach der Partie.

In der Neuauflage des Vorjahresfinales entwickelte sich in der ausverkauften Halle Nord in Buxtehude der erwartete offene Schlagabtausch.

Vor 1600 Zuschauern führte keine Mannschaft mehr als mit zwei Toren, zwischen den Pfosten agierten sowohl Jana Krause (BSV) als auch Maike März (THC) stark.

Mit einem verwandelten Strafwurf kurz vor Ende der Partie brachte Nationalspielerin Stefanie Melbeck Buxtehude mit 26:24 in Führung, THC-Linksaußen Dagmar Stuparicova stellte im direkten Gegenzug den Endstand her.

Beste Werferin bei den Gastgeberinnen war Melbeck mit elf Toren, beim THC überzeugten Nadja Nadgornaja mit sieben und Spielmacherin Kerstin Wohlbold mit sechs Treffern.

"Wir wussten, dass es ein enges Spiel wird. Aber wir haben alle Möglichkeiten" sagte Wohlbold.

Auch auf Seiten des Buxtehuder SV, die in der vergangenen Saison aufgrund der weniger erzielten Auswärtstreffer die erste Meisterschaft der Vereinsgeschichte verpassten, ist man durchaus zuversichtlich: "Ein Tor plus ist gar nichts, die Chancen sind weiter 50:50", sagte Melbeck.

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