Nationaltorhüterin Clara Woltering hat ihrem Klub Buducnost Podgorica vor dem Final-Hinspiel in der Champions League am Samstag (17.15 Uhr) gegen den ungarischen Meister Györ ein gutes Zeugnis ausgestellt.

"Der Verein und die Mannschaft haben es mir sehr einfach gemacht, aber es ist trotzdem schon erstaunlich, wie schnell ich mich hier eingelebt habe. Ich fühle mich rundum wohl", sagte Woltering im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Ihr erstes Jahr in Montenegro will die 29 Jahre alte Schlussfrau mit dem CL-Titel krönen: "Überhaupt Champions League spielen zu können, hat mich zu diesem Wechsel bewogen. Sie jetzt gewinnen zu können, ist ein Traum, den ich mit erfüllen will."

Woltering hatte Bayer Leverkusen im vergangenen Sommer nach elf Jahren verlassen und verdient seitdem als erste deutsche Spielerin ihr Geld in Montenegro.

Die Chance, nach Grit Jurack, Anja Althaus und Nora Reiche als vierte Deutsche den Titel in der Königsklasse zu holen, beziffert die 135-malige Nationalspielerin auf 50:50: "Es treffen zwei absolute Top-Mannschaften, gespickt mit Weltstars aufeinander. Da kommt es auf Kleinigkeiten an."

Podgorica geht mit dem Vorteil, das Rückspiel (13. Mai) vor heimischer Kulisse austragen zu können, ins Rennen.

Zudem ist die Mannschaft um Superstar Bojana Popovic die dominierende Kraft im laufenden Wettbewerb: Von 14 Partien ging nur eine verloren, Titelverteidiger Larvik HK (Norwegen) wurde im Halbfinale geradezu demontiert.

Herbert Müller, Trainer des deutschen Meisters Thüringer HC, sieht leichte Vorteile bei Podgorica: "Es treffen definitiv die beiden besten Mannschaften aufeinander. Aber wenn die Achse Woltering - Popovic - Bulatovic funktioniert, ist Podgorica nur schwer zu schlagen."

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