Frisch Auf Göppingen holt nach 2011 auch 2012 den EHF-Pokal © imago

Frisch Auf ringt in einer harten Partie Dünkirchen nieder und verteidigt den Titel. Rutschmann wird zum Matchwinner.

Göppingen - Bundesligist Frisch Auf Göppingen hat sich in der "Hölle Grün" zum erneuten Sieger des EHF-Pokals gekrönt.

Die Mannschaft von Trainer Velimir Petkovic gewann das Final-Rückspiel gegen den französischen Vertreter Dünkirchen HB vor heimischer Kulisse mit 34:28 (15:14) und qualifizierte sich damit gleichzeitig für den neuen EHF Europa Pokal.

Den Grundstein zur erfolgreichen Titelverteidigung hatte Göppingen bereits mit dem 26:26 im Hinspiel in Frankreich gelegt (DATENCENTER: EHF-Pokal).

In der hart umkämpften und temporeichen Begegnung bewies Göppingen mehr Biss und setzte sich letztlich verdient durch.

Nach den Erfolgen im Europapokal der Landesmeister 1960 und 1962 sowie dem Cup-Triumph im Vorjahr machte der Tabellenachte der Bundesliga den vierten internationalen Titel der Vereinsgeschichte perfekt.

Aggressiver Start

Angetrieben von 5600 Zuschauern, die sich fast geschlossen in grüner Kleidung präsentierten und damit die EWS Arena in die angekündigte "Hölle Grün" verwandelten, begann Göppingen aggressiv und versuchte den Franzosen ihr Spiel aufzuzwingen.

Die Gäste, die im Halbfinale den SC Magdeburg ausgeschaltet hatten, hielten jedoch dagegen, so dass sich ein kampfbetontes Duell entwickelte.

Hausherren verlieren Faden

Nachdem sich zunächst bei Dünkirchen mehr Fehler ins Spiel einschlichen, verlor auch Göppingen vor der Pause den Faden.

Die Baden-Württemberger setzten viel zu selten ihre Außenspieler in Szene, retteten sich jedoch mit einem Tor Vorsprung in die Kabine.

Rutschmann rettet mehrfach

In der zweiten Final-Hälfte des Cups, der in der nächsten Saison mit dem Europapokal der Pokalsieger zum EHF Europa Pokal vereinigt wird, bot sich anfangs ein ähnliches Bild wie im ersten Durchgang.

Göppingen hatte leichte Vorteile, konnte sich jedoch nicht absetzen. Torhüter Bastian Rutschmann verhinderte zudem immer wieder mit starken Paraden den Ausgleich der Franzosen.

Fehlwurf um Fehlwurf

Nach 40 Minuten drehte Göppingen dann auf und erspielte sich erstmals einen Vier-Tore-Vorsprung. Die Hektik nahm nicht ab, doch Dünkirchen verfehlte einen Wurf nach dem anderen.

Zudem fand Petkovics Team gegen die sehr offensiv verteidigenden Franzosen nun mehr Mittel und spielte seine körperliche Überlegenheit besser aus.

Bereits fünf Minuten vor Spielende feierten die Fans die Mannschaft mit "Oh, wie ist das schön"-Gesängen.

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