Spaniens Weltmeister Guardiola (l.) von den Löwen im Duell mit Flensburgs Weinhold © getty

Im Viertelfinale des DHB-Pokals empfangen die heimstarken Flensburger den Bundesliga-Primus. Die SG bangt um ein Dänen-Duo.

Von Tobias Wiltschek

München - Am Samstag noch hatten Spieler beider Mannschaften beim All Star Game in Leipzig (Bericht) jede Menge Spaß.

Nun aber wird es für die SG Flensburg-Handewitt und die Rhein-Neckar Löwen (Di., ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM) wieder ernst. Es geht um den Einzug ins Final Four des DHB-Pokals.

Im Viertelfinale treffen die beiden Schwergewichte der DKB Handball-Bundesliga in der Flensburger Campushalle aufeinander (DATENCENTER: DHB-Pokal).

"Wenn wir dort bestehen wollen, muss bei uns alles klappen", weiß Löwen-Trainer Gudmundur Gudmundsson um die heiße Atmosphäre im Hexenkessel der "Hölle Nord".

Zuhause ungeschlagen

Die Flensburger haben in dieser Saison bislang keines ihrer zwölf Spiele vor eigenem Publikum verloren. Deshalb stellt Gudmundsson im "Mannheimer Morgen" klar: "Wir sind in dieser Partie nicht der Favorit."

Als Außenseiter kann sein Team jedoch auch nicht betrachtet werden. Schließlich reisen die Löwen als aktueller Spitzenreiter zum Tabellendritten.

Das Spiel in der Bundesliga-Hinrunde gewannen die Kurpfälzer, die bislang erst eine Partie verloren haben, mit 30:27.

Coach unzufrieden

Das sollte ihnen auch für den schweren Trip zum Vorjahresfinalisten Selbstvertrauen geben, auch wenn Gundmundsson mit der Vorbereitung auf dieses wichtige Spiel alles andere als zufrieden ist.

"Es bleibt immer ein bisschen Ungewissheit, wenn man so lange nicht gespielt hat", verweist der 52-Jährige auf die lange WM-Pause. Das letzte Pflichtspiel bestritt das Team um Abwehrchef Oliver Roggisch am zweiten Weihnachtsfeiertag des vergangenen Jahres.

Auch das für den vergangenen Freitag geplante Testspiel gegen den VfL Gummersbach fiel aus, weil die Oberbergischen kurzfristig absagten.

"Das war sehr ärgerlich. Jetzt haben wir kein einziges Freundschaftsspiel mit Gedeon Guardiola und Niklas Landin gemacht", sagte der Isländer über die beiden WM-Fahrer, denen er gegen den VfL gerne Spielpraxis gegeben hätte.

Trainingspartie statt Testspiel

Um den Ernstfall wenigstens ein wenig üben zu können, organisierte er am Freitag ein Trainingsspiel mit ein paar Akteuren des Drittliga-Kaders.

Sorgenfrei ist vor dem Top-Spiel des Viertelfinals aber auch Gegner Flensburg nicht.

Trainer Ljubomir Vranjes bangt um den Einsatz von zwei dänischen Nationalspielern.

Knudsen und Hansen angeschlagen

Kreisläufer Michael Knudsen verletzte sich im Training am Knie, und Rechtsaußen Lasse Svan Hansen zog sich beim 29:25-Testspielsieg gegen den dänischen Tabellenführer KIF Kolding-Kopenhagen eine Blessur an der Hand zu.

"Wir müssen nun erst einmal abwarten, was wir bis Dienstag machen können", deutete Geschäftsführer Dierk Schmäschke an, dass über einen Einsatz der beiden Dänen erst kurz vor Spielbeginn entschieden wird.

Sicher ist dagegen, dass die Fans in der 6300 Zuschauer fassenden "Hölle Nord" wieder alles geben werden, um ihre Mannschaft zum Sieg zu schreien.

Weiterlesen