Nadja Nadgornaja steuerte einen Treffer zum deutschen Sieg gegen Australien bei © imago

Das Jensen-Team lässt dem Gruppen-Außenseiter keine Chance. Nicht nur Zapf lässt es klingeln. Nun wartet Tschechien.

Novi Sad - Die deutschen Handballerinnen haben ihr WM-Auftaktspiel (täglich LIVE im TV bei SPORT1) gegen Australien locker mit 36:15 (17:7) gewonnen und können sich entspannt auf die zweite Partie in der Gruppe D am Montag gegen Tschechien vorbereiten.

Eine gute Nachricht erreichte die Mannschaft am Samstag schon vor dem Anpfiff:

Der DHB verlängerte den Vertrag mit Bundestrainer Heine Jensen bis Ende 2017.

Einige Nachlässigkeiten

Sieben Minuten brauchten Jensens Spielerinnen, um sich im serbischen Novi Sad auf die harmlosen Australierinnen einzustellen. In dieser Anfangsphase lief die Partie einigermaßen ausgeglichen, Deutschland geriet auf dem schmalen Grat zwischen Tempohandball und Hektik ein wenig ins Stolpern. "Wir hatten zu Beginn ein paar Probleme, haben uns aber im Verlaufe des Spiels in der Deckung gesteigert", sagte Jensen.

Dann aber hatte sich die Mannschaft gefangen und ließ nach dem 6:5 (15. Minute) bis zum Pausenstand von 17:7 nur noch zwei Gegentore zu.

Nach der Pause degradierte Deutschland die harmlosen Australierinnen zu Statisten, jeder Angriff wurde erfolgreich abgeschlossen. In der Abwehr schlichen sich in den letzten 15 Minuten allerdings einige Nachlässigkeiten ein.

"Das war das Freilos in der Gruppe, in den nächsten vier Spielen wird es enger zugehen", sagte Jensen: "Darauf freuen wir uns."

Sicherer Rückhalt

Aktivposten im deutschen Team waren in der ersten Hälfte die beiden Linkshänderinnen Marlene Zapf (Bayer Leverkusen) und Susann Müller (HC Leipzig) sowie nach der Pause Kreisläuferin Wiebke Kethorn (VfL Oldenburg) mit jeweils sechs Toren (DATENCENTER: Der WM-Spielplan).

Die Rolle der verletzten Spielmacherin Kerstin Wohlbold übernahmen abwechselnd die Youngster Kim Naidzinavicius (Bayer Leverkusen) und Shenia Minevskaja (TuS Metzingen), die einen ordentlichen Job machten.

Einen sicheren Rückhalt garantierten Spielführerin Clara Woltering (Buducnost Podgorica) und Jana Krause (Thüringer HC), die sich den Platz im deutschen Tor teilten.

Vertrag verlängert

Bereits wenige Stunden vor dem WM-Auftakt stand fest, dass Heine Jensen die deutsche Mannschaft als Bundestrainer zur WM 2017 im eigenen Land führen wird.

Der Deutsche Handballbund (DHB) verlängerte den bis Ende 2014 laufenden Vertrag mit dem 36-jährigen Dänen vorzeitig um drei weitere Jahre bis zum 31. Dezember 2017.

"Wir wollen damit ein Zeichen setzen", sagte DHB-Präsident Bernhard Bauer: "Heine und sein Team genießen unser absolutes Vertrauen, und auf dem Weg zu unseren großen Zielen mit den Olympischen Spielen 2016 und der Heim-WM 2017 brauchen wir Kontinuität auf höchstem Niveau."

"Ein großer Vertrauensbeweis"

Jensen zeichnet seit 2011 für die Frauen-Nationalmannschaft verantwortlich. Zuvor hat der Däne zweimal mit dem HC Leipzig die deutsche Meisterschaft gewonnen.

"Der DHB hat mir vor zwei Jahren als jungem Vereinstrainer eine große Chance gegeben, für die ich noch immer sehr dankbar bin", sagte er:

"Der neue Vertrag ist nicht nur ein großer Vertrauensbeweis für mich, sondern ich empfinde es als Kompliment für unser gesamtes Team."

Das Spiel im Stenogramm

Deutschland - Australien 36:15 (17:7)

Tore: Kethorn (6), Zapf (6/2), Müller (6/2), Beier (5), Augsburg (3), Steinbach (2), Althaus (2), Minevskaja (2), Nadgornaja (1), Lang (1), Loerper (1), Geschke (1)

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