Die Mannschaft des THW KIel bejubelt den Finaleinzug © getty

Der deutsche Meister THW Kiel greift nach seinem vierten Triumph in der Champions League.

Die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason bezwang im Halbfinale des Final Four in Köln den ungarischen Champion MKB Veszprem 29:26 (13:13).

"Wir haben eine sehr starke zweite Halbzeit gespielt. Wir hatten eine gute Deckung. Ich bin froh, dass ich der Mannschaft helfen konnte", sagte der überragende THW-Torwart Andreas Palicka.

Der Gegner im Finale am Sonntag wurde im Anschluss zwischen dem Kieler Nordrivalen SG Flensburg-Handewitt und dem Vorjahresfinalisten FC Barcelona ermittelt. Kiel hatte die wichtigste Trophäe im europäischen Klub-Handball 2007, 2010 und 2012 gewonnen.

Bester THW-Werfer war Aron Palmarsson mit sieben Toren.

Vor 20.000 Zuschauern entwickelte sich in der Anfangsphase eine ausgeglichene Begegnung, keiner Mannschaft gelang es, sich abzusetzen.

Einen 8:11-Rückstand (21.) glichen die von Filip Jicha und Palmarsson angetriebenen Kieler dank ihrer Stärke im Tempogegenstoß schon drei Minuten später wieder aus (11:11).

Etwas übermotiviert wirkte Christian Zeitz, der im Sommer zu den Ungarn wechselt.

Der ehemalige Nationalspieler hatte schon nach 17 Minuten zwei Strafzeiten kassiert.

Nach dem Wechsel zog der THW dank einer starken Abwehrleistung und des guten Torhüters Andreas Palicka zunächst auf 19:16 davon (41.). Bei Veszprem lagen die Nerven zu diesem Zeitpunkt blank, Renato Sulic sah nach einem Ellbogenstoß gegen Nationalspieler Patrick Wiencek die Rote Karte (43.).

Der THW bestrafte in der Folge die Fehler des Gegners mit seinen gefürchteten Kontern und lag sieben Minuten vor dem Ende mit vier Treffern vorne (27:23).

Veszprem kam zwar noch einmal auf zwei Treffer heran (26:28/55.), doch der deutsche Rekordmeister behielt in der hektischen Schlussphase die Übersicht.

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