Bundesligist SG Flensburg-Handewitt hat zum Auftakt der Champions League einen Achtungserfolg gefeiert und dem skandalumwitterten französischen Meister Montpellier HB einen Punkt abgetrotzt.

Die Norddeutschen kamen am Donnerstagabend nach einer starken kämpferischen Leistung in der Gruppe A gegen den Mittelmeer-Klub zu einem 37:37 (19:18).

"Zum Schluss war das okay. Wir haben zu viele Gegenstöße bekommen", sagte Anders Eggert, der in der Schlussminute per Siebenmeter zum Endstand traf. Mit acht Treffern war der Däne gemeinsam mit Montpelliers Dragan Gajic zugleich erfolgreichster Werfer der Partie.

Nationalspieler Holger Glandorf, der nach seiner Verletzungspause erstmals in dieser Saison in der Startformation stand, brachte es auf sieben Tore.

"Das berührt uns nicht", hatte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke in der Halbzeitpause zu der Tatsache erklärt, dass mehrere Spieler der Gäste unter Manipulationsverdacht stehen.

Vor 3414 Zuschauern hatten die Flensburger in der Campushalle die Worte von Schmäschke vor allem zu Spielbeginn gestützt. Schnell zog die Mannschaft von Trainer Ljubomir Vranjes auf 4:0 (3. Minute) davon.

Doch Montpellier um den ehemaligen Kieler Starspieler Nikola Karabatic und den früheren Flensburger Erlend Mamelund kämpfte sich heran.

Zehn Minuten nach Wiederanpfiff ging der Champions-League-Sieger von 2003 erstmals in Führung (25:24). Doch die Flensburger bewiesen Kämpferqualitäten und retteten in einer turbulenten Schlussphase immerhin einen Punkt.

Nach dem Remis tritt der Europapokalsieger der Pokalsieger, der im Laufe der Gruppenphase auch noch auf Liga-Konkurrent HSV Hamburg trifft, am 2. Spieltag am 7. Oktober beim serbischen Meister Partizan Belgrad an.

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