Der finanziell angeschlagene Bundesligist HSV Hamburg kämpft am Wochenende beim Qualifikationsturnier im französischen Saint-Raphael um die lukrative Teilnahme an der Champions League.

Der sechste Einzug in Folge in die Gruppenphase der Königsklasse "ist unsere Pflicht", sagte Rückraumspieler Marcin Lijewski vor dem Halbfinale am Samstag gegen den polnischen Vizemeister Wisla Plock.

Nur der Sieger des Turniers, an dem neben den Gastgebern noch RK Cimos Koper aus Slowenien teilnimmt, qualifiziert sich für die Champions League.

Der deutsche Meister von 2011 steckt in dieser Saison in einer Konsolidierungsphase und hatte zuletzt bestätigt, dass die Spieler auf 20 Prozent ihres Gehalts verzichten sollen.

Da ist jede Geldquelle recht. Allerdings versuchte Trainer Martin Schwalb, im Vorfeld die Situation herunterzuspielen.

"Wir haben nur sportlichen Druck. Die Champions League ist ein hohes Gut", sagte er, "aber sie würde uns finanziell nicht auf eine andere Ebene heben." Der Sieger der Königsklasse kann bis zu einer halben Million Euro an Preisgeldern einstreichen - ohne zusätzliche Prämien von Sponsoren.

Das Finale des Wildcard-Turniers steigt am Sonntag. Sollte sich der HSV nicht für die am 26. September beginnende Gruppenphase der Champions League qualifizieren, müsste sich der Bundesliga-Vierte der Vorsaion mit dem zweitklassigen EHF-Pokal zufrieden geben.

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