Die Initiative der Handball-Bundesliga (HBL) für eine Umstruktierung des Spielplans der Europacup-Spiele ist vorerst gescheitert.

Das berichtet die "Handballwoche". "Die EHF wird weiter, ohne sich mit uns abzustimmen, die Termine für die CL-Spieltage festlegen", sagt HBL-Präsident Reiner Witte dem Blatt.

Die Liga hatte die Europäische Handball-Föderation (EHF) dazu aufgefordert, schon für die kommende Spielzeit 2012/13 alle Europapokalspiele unter der Woche zu terminieren, um die Ligapartien komplett auf das Wochenende legen zu können.

Grund für das Scheitern des Vorstoßes seien einerseits die langfristigen Verträge, die die EHF mit TV-Sendern eingegangen ist. Andererseits seien auch deutsche Spitzenklubs aus der Forderung der HBL, die Ligaspiele geschlossen am Wochenende auszutragen, ausgeschert.

"Wir mussten leider feststellen, dass die Solidarität der großen Klubs nicht da war", sagt Witte: "Ich habe dafür auch ein gewisses Verständnis, weil diese Klubs ihren teuren Kader mit der Champions League finanzieren."

Weil die Klubs aus den unteren Tabellenregionen aufgrund der kurzfristigen Spielverlegungen an Einnahmeverlusten leiden, wurde nun bei der letzten Präsidiumssitzung am Rande des Final-Four-Turniers in Hamburg ein Positionspapier mit dem Namen "Solidaritätsregelungen europäische Wettbewerbe" diskutiert.

Darin werden verschiedene Versionen für eine Strafabgabe entwickelt, die von den Europapokalklubs gezahlt werden soll, wenn sie sich der Terminierung der EHF beugen und am Wochenende spielen. Darüber wird die Liga-Versammlung am 3./4.Juni entscheiden.

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