Thierry Omeyer gewann mit dem THW Kiel dreimal die Champions League © imago

Der THW fügt Veszprem die 1. Pleite zu - und das überdeutlich. Omeyer lässt die Ungarn verzweifeln. Der HSV überrollt Partizan.

München - Geglückte Revanche für den THW Kiel, Kantersieg für den HSV Hamburg:

Die Nordrivalen haben sich in der Champions League in glänzender Verfassung präsentiert.

Titelverteidiger Kiel revanchierte sich gegen den ungarischen Serienmeister MKB Veszprem durch ein souveränes 32:21 (17:13) für die knappe Hinspielniederlage (30:31).

Ex-Meister Hamburg verschaffte sich durch einen 42:21 (24:10)-Erfolg beim serbischen Vertreter RK Partizan Belgrad mit 14 Zählern eine glänzende Ausgangsposition im Kampf um den Gruppensieg.

Wie Hamburg weist auch die SG Flensburg-Handewitt vor dem abschließenden Spieltag 14 Zähler in der Gruppe A auf (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Sigurdsson ragt heraus

Rekordmeister Kiel hat durch den Erfolg gegen die zuvor ungeschlagenen Ungarn (16 Punkte) ebenfalls noch Chancen auf Platz eins in Gruppe B.

Allerdings benötigt der THW (14) am abschließenden Spieltag Schützenhilfe von BM Atletico Madrid. Nach einer knappen 10:9-Führung (17.) setzten sich die Kieler auf 14:9 ab (25.). Auch nach dem Wechsel behielten die Gastgeber die Kontrolle und sorgten beim 26:17 (45.) für die Vorentscheidung.

Bester THW-Werfer war Gudjon Valur Sigurdsson mit sieben Toren.

"Es war wichtig, gegen eine so starke Mannschaft ein so gutes Spiel abzuliefern. Das haben wir überragend gemacht", sagte THW-Keeper Thierry Omeyer, der die Ungaren mit 20 Paraden teilweise zur Verzweiflung brachte: "Wir haben sehr gut geblockt und eine starke Abwehr gespielt - das war der Schlüssel zum Sieg."

Hamburg will "nachlegen"

In Belgrad dominierten die Hamburger das Spiel nach Belieben und führten nach sieben Minuten bereits mit 7:0.

Der dänische Vize-Weltmeister Hans Lindberg glänzte mit zehn Treffern (NEWS: Alles zum Handball).

"Wir sind hier mit sehr viel Selbstvertrauen hingefahren und haben endlich mal umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben: von Anfang an in der Abwehr gut stehen und unsere Chancen nutzen, Tempo machen, möglichst über 60 Minuten. Heute hat man gesehen wozu wir im Stande sind", sagte Pascal Hens.

Und fügte mit Blick auf das Gruppenfinale gegen den französischen Meister am kommenden Samstag an: "Jetzt müssen wir aus diesem Spiel viel mitnehmen und gegen Montpellier nachlegen."

Die Partien im Stenogramm:

THW Kiel - MKB Veszprem KC/Ungarn 32:21 (17:13)Tore: Sigurdsson (7), Ilic (5), Jicha (4/1), Toft Hansen (3), Vujin (3), Ekberg (2/1), Palmarsson (2), Sprenger (2), Zeitz (2), Klein (1), Narcisse (1) für KielNagy (5), Csaszar (4), T. Ivancsik (3/2), Gulyas (2), Terzic (2), G. Ivancsik (1), Oneto (1), Rodriguez (1), Sulic (1), Ugalde (1) für VeszpremZuschauer: 10.285 (ausverkauft)

RK Partizan Belgrad - HSV Hamburg 21:42 (10:24)Tore: Ivosevic (4), Radivojevic (4), Milosevic (4), V. Ilic (3), Mitrovic (2), Pavlovic (2), Kajagnic (1), Radovanovic (1) für BelgradLindberg (10), Petersen (8), Vori (6), Hens (4), Schröder (3), Lackovic (3), Nilsson (3), Duvnjak (2), Flohr (2), Lijewski (1) für HamburgZuschauer: 4200

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