Der THW Kiel gewann im Mai zum dritten Mal die Champions League © imago

Kiel hat schon zum Auftakt ein Kracherspiel und muss "höllisch aufpassen". Auch der HSV hat in der Königsklasse viel vor.

München - Ganz Europa jagt die Zebras.

Am Donnerstag hat die neue Saison der Champions League begonnen - die Favoritenrolle ist klar verteilt. Titelverteidiger und Triple-Gewinner THW Kiel ist weiter das Maß aller Dinge.

Nach einer perfekten Saison ist der Siegeshunger des deutschen Rekordmeisters noch lange nicht gestillt.

Doch die Konkurrenten, darunter drei deutsche Teams, sind weit davon entfernt, klein beizugeben. (DATENCENTER: Champions League)

Schwalb hofft trotz Skepsis

"Für alle Mannschaften der Welt ist es schwierig, Kiel in zwei Spielen zu schlagen", sagte Trainer Martin Schwalb vom HSV Hamburg.

Schwalb fügt an: "Aber, dass es auch gegen den THW mal eine Chance gibt, hat das Unentschieden der Kieler in der Bundesliga bei den Füchsen Berlin gezeigt." (BERICHT: Füchse beenden Kieler Superserie)

HSV nimmt erfolgreich Umweg

Schwalb konnte sich mit seinen Hanseaten über ein Qualifikationsturnier doch noch das begehrte Ticket für die Königsklasse sichern.

"Die Champions League ist ein ganz wichtiger Wettbewerb und das Halbfinale ein großes Ziel", sagte der Meistertrainer von 2011.

Erster Fleck auf Kiels Weste

Und da ist dann alles möglich. Denn im Final-Four-Turnier am 1. und 2. Juni 2013 in Köln gibt es jeweils nur noch ein Duell. Spätestens dann muss auch der Rekordmeister aus Kiel seine Bestleistung abrufen.

Der THW, der in der vergangenen Saison ohne Verlustpunkt in der Bundesliga geblieben war, musste nun schon am fünften Spieltag den ersten Fleck auf der weißen Weste hinnehmen.

Allerdings bei starken Berlinern, die am Sonntag mit einem Spiel gegen Dinamo Minsk (ab 16.15 Uhr LIVESCORES) in die Königsklasse starten.

[kaltura id="0_m7eeqz3k" class="full_size" title="Sieg ber SCM THW mit passender Antwort"]

Kiel kämpft gegen schlechtes Omen

Eines der großen Erfolgsgeheimnisse des THW ist, dass sie trotz ihrer Hatz von Erfolg zu Erfolg stets mit voller Konzentration die nächste Aufgabe angehen.

"Wir wollen natürlich um alle Titel mitspielen", sagte Kiels Geschäftsführer Klaus Elwardt, "aber wir müssen höllisch aufpassen. In den vergangenen Jahren hat es selten ein Titelverteidiger zum Final-Four nach Köln geschafft. Und wir haben einen sehr schweren Start gegen Atletico."

Final-Neuauflage gegen Madrid

Im Hexenkessel von Madrid kommt es am Sonntag gleich am ersten Spieltag der Gruppenphase (ab 20 Uhr LIVESCORES) zur Neuauflage des Vorjahresfinales gegen den Dauerrivalen, den die Kieler im Mai 26:21 schlagen konnten.

Die Spanier um den impulsiven Trainer Talant Duschebajew haben sich vor der Saison mit dem früheren kroatischen Welthandballer Ivano Balic weiter verstärkt.

HSV mit guten Erinnerungen an Leon

Der HSV Hamburg, der in der vergangenen Saison schwächelte, will nun wieder angreifen.

Auch die Hanseaten reisen zum Auftakt zu einem spanischen Spitzenklub, am Samstag (ab 19 Uhr LIVESCORES) tritt der HSV bei Ademar Leon an - und zwar mit guten Erinnerungen.

Die Hamburger besiegten Leon 2007 im Pokalfinale der Pokalsieger und sicherten dem Klub den bisher einzigen internationalen Titel.

Flensburg mit Auftakt-Remis

Im weiteren Verlauf der Gruppenphase trifft Schwalb dann mit seinem Team auf den vierten deutschen Vertreter, die SG Flensburg-Handewitt.

Die Mannschaft des schwedischen Trainers Ljubomir Vranjes trotzte im ersten Spiel Montpellier HB ein respektables 37:37 ab (Bericht).

Die Mannschaft um den früheren Kiel-Star Nikola Karabatic, um die sich derzeit in Frankreich Manipulationsgerüchte ranken (AKTUELL: Betrug von Karabatic und Co.?), hatte in der vergangenen Champions-League-Saison als bis dato letztes Team den THW Kiel geschlagen.

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