Pascal Hens wurde 2008 zu "Hamburgs Sportler des Jahres" gekürt © getty

Erst in der Verlängerung schafft Hamburg beim Wildcard-Turnier gegen Saint-Raphael den Einzug in die Champions League.

Saint-Raphael - Der HSV Hamburg hat zum sechsten Mal in Folge die Champions League erreicht.

Der Deutsche Meister von 2011 gewann am Sonntag das Finale des Qualifikationsturniers beim französischen Klub Saint-Raphael Var Handball mit 32:31 (27:27, 13:15) nach Verlängerung.

Damit starten die Hanseaten neben Titelverteidiger THW Kiel, SG Flensburg-Handewitt und Füchse Berlin als vierter Bundesligist in der am 26. September beginnende Gruppenphase der Königsklasse.

"Über unsere Fehler brauchen wir nicht zu reden, nicht heute", sagte HSV-Trainer Martin Schwalb: "Am Ende hatten wir aber zum Glück noch die Kraft, um in den letzten fünf Minuten zu bestehen."

Lindberg bester Werfer

Und Kapitän Pascal Hens, der in den Schlussminuten der regulären Spielzeit auf die ohnehin verletzte linke Schulter fiel und anschließend nicht mehr eingesetzt werden konnte, sagte: "Man darf nicht vergessen, dass da noch eine Mannschaft in die Champions League einziehen wollte. Saint Raphael hat alles reingeschmissen, da war es nicht einfach."

Und gesteht: "Natürlich war es kein schönes Spiel, aber wir messen uns am Erreichen unserer Ziele, und das haben wir erreicht."

Beste Werfer der Hamburger waren der dänische Nationalspieler Hans Lindberg mit acht Treffern, Marcin Lijewski (7) und Hens (5).

Beri den Franzosen trafen Heykel Megannem (8) und David Juricek (5) am Häufigsten.

Im Halbfinale des Wildcard-Turniers hatte sich Hamburg mit 28:26 (15:16) gegen den polnischen Vizemeister Wisla Plock durchgesetzt.

Nervöser Beginn

Hamburg begann zunächst nervös und musste nach einigen Fehlwürfen schnell einem 3:6-Rückstand hinterherlaufen.

Anschließend fanden die Hanseaten besser ins Spiel, gingen in Führung, ließen jedoch im weiteren Verlauf des ersten Parts erneut viele Möglichkeiten liegen.

Nach der Pause biss sich Hamburg dann lange Zeit an der aggressiven französischen Abwehr die Zähne aus.

Mit Moral in die Verlängerung

Doch der Bundesliga-Vierte der vergangenen Saison zeigte Moral und rettete sich in die Verlängerung. Dort erzielte Blazenko Lackovic 30 Sekunden vor dem Ende den entscheidenden Treffer.

Für den finanziell angeschlagenen HSV ist die Teilnahme an der Champions League auch aus wirtschaftlichen Gründen sehr wichtig.

Der Sieger der Königsklasse kann bis zu einer halben Million Euro an Preisgeldern einstreichen - ohne zusätzliche Prämien von Sponsoren. Der HSV steckt in dieser Saison in einer Konsolidierungsphase und hatte zuletzt bestätigt, dass die Spieler auf 20 Prozent ihres Gehalts verzichten sollen.

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