Heiner Brand wurde als Spieler und Trainer Weltmeister © getty

Handball-Ikone Heiner Brand hat sich gegen eine Änderung des Reglements in der Bundesliga ausgesprochen.

"Jeder wusste, dass das Torverhältnis entscheidend ist, also hat man das auch so zu akzeptieren und muss nicht unnötige Diskussionen führen", sagte Brand.

"Jetzt voreilig andere Systeme anzupreisen, halte ich für verfrüht", erklärt Brand.

Der aktuelle Modus war zuvor in die Kritik geraten, nachdem der THW Kiel nur aufgrund der um zwei Treffer besseren Tordifferenz (1114:878) gegenüber den Rhein-Neckar Löwen (1126:892) die deutsche Meisterschaft gewonnen hatte.

Löwen-Manager Thorsten Storm und Bundestrainer Martin Heuberger brachten den direkten Vergleich als Alternative bei Punktgleichheit ins Spiel.

DHB-Sportmanager Brand warnte davor, die bestehende Regelung, nach der das Torverhältnis entscheidend ist, zu kippen.

"Dann spielt der THW Kiel beim Abstiegskandidaten und nimmt nach zehn Minuten Filip Jicha und Aron Palmarsson raus und die Zuschauer bekommen nur magere Handballkost zu sehen. Das kann auch nicht im Sinne der Bundesliga sein", sagte der Weltmeistertrainer von 2007.

Auch DHB-Präsident Bernhard Bauer sprach sich gegen eine Regeländerung aus.

"Der bestehende Modus ist okay und hat sich über viele, viele Jahre bewährt", sagte Bauer.

"Nur wegen der knappen Entscheidung in diesem Jahr zu überlegen, den direkten Vergleich oder ein Entscheidungsspiel einzuführen, würde ich nicht anfangen", erklärte Bauer.

Noch bis zum Mittwoch kommender Woche kann ein entsprechender Antrag bei der HBL gestellt werden, über den bei der nächsten Liga-Versammlung am 2. Juli abgestimmt würde.

Für eine Änderung der Spielordnung, die schon ab der kommenden Saison gelten würde, genügt dann eine einfache Mehrheit der 38 Vereinsvertreter aus 1. und 2. Liga.

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