Nach dem Wirbel um die engste Titelentscheidung der Geschichte zwischen dem THW Kiel und den Rhein-Neckar Löwen steht die DKB HBL möglichen Reglement-Änderungen offen gegenüber.

"Unser Herz hängt da nicht dran", sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann am Montag: "Wenn es dafür eine Mehrheit gibt, können wir die Spielordnung gerne ändern."

Der aktuelle Modus war heftig in die Kritik geraten, nachdem Kiel nur aufgrund der um zwei Treffer besseren Tordifferenz (1114: 878) gegenüber den Löwen (1126:892) die Meisterschaft gewonnen hatte.

"Das ist totaler Schwachsinn, dass die stärkste Liga der Welt über die Tordifferenz entschieden wird. Da muss man sich Gedanken machen", sagte Löwen-Trainer Gudmundur Gudmundsson.

Manager Thorsten Storm und Bundestrainer Martin Heuberger brachten den direkten Vergleich als Alternative bei Punktgleichheit ins Spiel.

"Meiner Meinung ist der jetzige Modus die gerechteste Lösung", sagte Bohmann, "aber wir stehen alternativen Vorschlägen völlig offen gegenüber und sind gesprächsbereit".

Noch bis zum Mittwoch kommender Woche kann ein entsprechender Antrag bei der HBL gestellt werden, über den bei der nächsten Liga-Versammlung am 2. Juli abgestimmt würde.

Für eine Änderung der Spielordnung genügt dann eine einfache Mehrheit der Vereinsvertreter.

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