Filip Jicha spielt seit 2007 für den THW Kiel © getty

Tabellenführer THW Kiel will in der 77. Auflage des Klassikers ohne Filip Jicha gegen die SG Flensburg-Handewitt einen großen Schritt in Richtung 18. Meisterschaft machen.

Der Kapitän laboriert an einem Außenbandriss. Trotz des drohenden Ausfalls geht der Rekordmeister ohne Druck ins Nordderby.

"Das Torverhältnis ist in diesem Spiel zweitrangig. Ich wäre froh, wenn wir die Partie mit einem Tor gewinnen", sagte THW-Trainer Alfred Gislason den Kieler Nachrichten vor dem Nordderby am Sonntag (ab 15.10 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im GRATIS-LIVESTREAM auf SPORT1.de). Auch für Flensburg gehe es schließlich noch um den Titel.

Vor dem drittletzten Spieltag steuert die Bundesliga auf ihr spannendstes Finale seit langer Zeit zu.

Kiel liegt nur dank des um sieben Treffer besseren Torverhältnisses an der Spitze vor den punktgleichen Rhein Neckar Löwen (beide 53:9-Zähler). Flensburg folgt mit 50:12-Punkten auf dem dritten Platz.

Die Löwen wollen schon am Samstag (ab 18:55 Uhr im LIVESTREAM auf SPORT1.de) beim Vorletzten ThSV Eisenach vorlegen und den THW zumindest vorübergehend vom ersten Platz verdrängen.

"Die Spieler wissen, um was es geht", sagte Löwen-Trainer Gudmundur Gudmundsson: "Wir werden alles geben, um unsere noch ausstehenden drei Spiele zu gewinnen."

Vor allem geht es für die Badener aber um das Torverhältnis - mit einem Kantersieg in Eisenach könnte der EHF-Cup-Sieger sein Torkonto deutlich aufbessern.

Die Meisterschaft könnte in diesem Jahr erstmals mit einem Finale nach der regulären Saison entschieden werden.

Denn sollten die Mannheimer und der THW auch nach der Serie punktgleich sein, und darüber hinaus über die gleiche Tordifferenz verfügen, werden zwei Entscheidungsspiele ausgetragen. Paragraf 44 der Spielordnung sieht in diesem Fall ein direktes Duell mit Hin- und Rückspiel um den Titel vor.

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