Andreas Rudolph investierte in den letzten zehn Jahren über 20 Millionen Euro in den HSV © getty

Nach dem Rücktritt von Präsident und Geldgeber Andreas Rudolph kämpfen die Verantwortlichen des HSV Hamburg um das Überleben des amtierenden Champions-League-Siegers.

"Wir hauen hier jetzt nicht in den Sack und arbeiten an allen Fronten, um den Verein am Leben zu halten", sagte Geschäftsführer Holger Liekefett am Freitag: "Der Stecker wird jetzt nicht gezogen."

Nach einer mehrstündigen Krisensitzung in der Nacht zu Freitag mit Interimspräsident Frank Spillner, Schatzmeister Jens Lingthaler und einigen Spielern versprühte der Manager verhaltenen Optimismus.

"Es gibt einen ganz, ganz kleinen Lichtstreifen am Horizont", sagte Liekefett. Es würden intensive Gespräche "in alle Richtungen" geführt. Einzelheiten wollte er nicht nennen.

Knapp zehn Millionen Euro muss der Klub bis zum kommenden Donnerstag aufbringen, um seine Zahlungsfähigkeit nachzuweisen und die Spielgenehmigung für die kommende Saison zu erhalten - ansonsten droht die Insolvenz.

Diese hätte aber keine Auswirkungen auf die laufende Saison, wie HBL-Geschäftsführer Holger Kaiser im SPORT1.fm-Interview bestätigte.

"Ich hoffe sehr, dass es eine Lösung geben wird", sagte Kaiser, "denn alles andere wäre eine Katastrophe für den deutschen Handball".

Die Lizenzen für die kommende Saison werden am 15. Mai vergeben.

Rudolph, der in den vergangenen zehn Jahren über 20 Millionen Euro seines Privatvermögens in den Verein pumpte, war am Donnerstag überraschend von seinem Amt zurückgetreten.

Als Grund für die Entscheidung nannte der Medizintechnik-Unternehmer die Turbulenzen der letzten Wochen, "nicht nur um die Mannschaft und den Verein des HSV Handball, sondern ganz besonders um meine Person".

Das SPORT1.fm-Interview mit Holger Kaiser

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