© getty

Gudmundur Gudmundsson verlässt zum Saisonende die Rhein-Neckar Löwen und soll als Trainer der dänischen Handball-Nationalmannschaft Olympia-Gold 2016 holen.

Der derzeitige Coach des nordbadischen Bundesligisten unterschrieb beim Dansk Handbold Forbund einen Dreijahresvertrag.

Gudmundsson, der seine Arbeit beim Vize-Weltmeister am 1. Juli 2014 aufnimmt, wurde am Montag in der Zentrale des dänischen Verbands im Kopenhagener Vorort Bröndby als Nachfolger von Ulrik Wilbek vorgestellt.

"Als Nationalcoach von Dänemark zu arbeiten, ist ein äußerst reizvoller Job und eine tolle Herausforderung in meiner Trainerkarriere", freute sich der Isländer.

Der 52-Jährige Gudmundsson hat beim Tabellenzweiten aus Mannheim noch einen Kontrakt bis 2015, macht aber von einer Ausstiegsklausel zum Saisonende Gebrauch.

Wilbek hatte die dänischen Männer 2008 und 2012 zu EM-Gold geführt. Er wechselt nach der Heim-EM 2014 ins Amt des Sportdirektors.

"Unser Trainer hat mich rechtzeitig darüber informiert, dass ihm eine Anfrage bzw. ein Angebot ab der kommenden Saison vorliegt. Dafür hat er sich nun entschieden", sagte Löwen-Manager Thorsten Storm.

Die Rhein-Neckar Löwen müssen sich damit einen neuen Cheftrainer suchen: "Ich persönlich finde das sehr schade, weil Gudmundur ein sehr guter Trainer ist und hier bei uns hervorragende Arbeit leistet."

Storm forderte nun, sich auf "die täglichen Aufgaben in der aktuellen Spielzeit" zu konzentrieren. Zudem ginge es nun darum, "einen Coach zu finden, der ebenfalls gut zu uns passt". Neben Gudmundsson drohen die Löwen jedoch auch Linksaußen Uwe Gensheimer zu verlieren.

Eine Doppelfunktion, wie sie Gudmundsson von 2010 bis 2012 als Coach des Klubs aus Nordbaden und als Nationaltrainer Islands innehatte, kommt nach Aussage von Storm nicht mehr infrage.

Unter Gudmundsson hatte Islands Auswahl 2008 in Peking olympisches Silber gewonnen.

Im vergangenen Juni führte der 52-Jährige die Löwen zum EHF-Pokalsieg. Es war der erste Titel für das Team aus der Metropolregion Rhein-Neckar.

Weiterlesen