Nationalkeeper Silvio Heinevetter führt seinen Streit mit der Handball-Bundesliga auf eine neue Ebene - und findet, dass die DKB HBL und ihr Geschäftsführer Frank Bohmann sich selbst bestrafen sollten.

Heinevetter, jüngst wegen Schiedsrichter-Kritik zu einer 1.000-Euro-Geldstrafe verurteilt, wirft der Liga vor, mit zweierlei Maß zu messen.

"Der Geschäftsführer der HBL stellt bei Facebook eine Szene vom Spiel Magdeburg gegen Rhein-Neckar Löwen rein und fragt öffentlich, ob das eine strittige Szene ist oder nicht, ob man es abpfeifen muss oder nicht", ärgert sich Heinevetter bei SPORT1: "Wenn ich wegen Schiedsrichter-Beleidigung an den Pranger gestellt werde, wie hoch sollte dann die Strafe für den Geschäftsführer der HBL sein, seine Schiris so bloß zu stellen? Da verstehe ich die Verhältnismäßigkeit nicht."

Er würde seine Geldbuße berappen, "auch gern das Doppelte - aber dann an einen wohltätigen Zweck. Dann will ich aber auch, dass die Liga eine Strafe zahlt, weil sie ihre eigenen Schiris demütigen mit solchen Facebook-Videos. Eine Strafe, die angemessen ist - und die kann nicht im vierstelligen Bereich liegen."

DKB-HBL-Pressesprecher Oliver Lücke wehrt sich gegen Heinevetters Vorwürfe: "Ich bin mir sicher, dass über unseren Facebook-Account nicht darüber debattiert wurde, ob die Schiedsrichter ein Spiel oder eine Entscheidung falsch gepfiffen haben", meint Lücke bei SPORT1.

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