Hamburgs Trainer Martin Schwalb hat im Zuge des Tauziehens um Nationalkeeper Silvio Heinevetter (28) mit Unverständnis auf die Anfeindungen des Ligakonkurrenten Füchse Berlin reagiert.

"Ich finde es nicht gut, einen ganzen Verein in Misskredit zu bringen. Ich habe Respekt vor den Füchsen Berlin, und ich erwarte auch von anderen Leuten eine gewisse Form von Respekt, denn so bin ich einfach erzogen", sagte Schwalb nach dem 30:30 zwischen Titelverteidiger Hamburg und Berlin im Hinspiel der Qualifikation zur Champions League.

Der Hauptstadtklub hatte am Mittwoch die Vertragsverlängerung Heinevetters bei den Füchsen bis 2018 öffentlich gemacht. Auch die Hamburger hatten um den extrovertierten Schlussmann gebuhlt. Füchse-Präsident Frank Steffel warf den Hanseaten im Zuge dessen Wettbewerbsverzerrung durch die Zahlung von überdurchschnittlichen Gehältern sowie Mäzenatentum vor.

"Das Angebot von Hamburg kann offensichtlich aber gar nicht so hoch gewesen sein. Ich fand das alles nicht sympathisch", sagte Schwalb, der sich erstmals zum Hickhack um Heinevetter äußerte.

"Die Füchse können sich glücklich schätzen, dass sie ihn so lange behalten werden. Silvio ist ein super Typ. Glückwunsch!", fügte Schwalb hinzu.

Das Theater um einen möglichen Transfer des gebürtigen Thüringers im Jahr 2014 habe man aber auch von der Mannschaft des HSV nicht fernhalten können. "Die Spieler können doch Zeitung lesen, natürlich bekommt man das mit", sagte Schwalb vor dem Rückspiel am Freitag (19.00 Uhr).

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