Vor dem direkten Aufeinandertreffen in den Playoffs für die Champions League ist zwischen den Füchsen Berlin und dem HSV Hamburg ein Streit entbrannt.

Gegenstand des Konflikts ist Nationaltorhüter Silvio Heinevetter.

Champions-League-Sieger HSV Hamburg hatte zuletzt Interesse am 28 Jahre alten Keeper bekundet. Heinevetters Vertrag läuft am Ende der Saison aus.

Füchse-Präsident Frank Steffel konterte dies nun mit einem verlockenden Angebot für Heinevetter und Vorwürfen an den HSV.

"Ich habe ihm gesagt, bei uns kannst Du einen Zehnjahresvertrag bekommen, bei uns kannst Du langfristig verlängern", sagte Steffel.

Zugleich kritisierte Steffel die Personal- und Finanzpolitik des HSV Hamburg, bei dem nach seiner Ansicht die Brüder Matthias und Andreas Rudolph als große Geldgeber fungierten: "Gegen Mäzenatentum gibt es keine seriöse Refinanzierung."

Er sei über das "Vorgehen des HSV Hamburg ein Stück weit enttäuscht. Hier werden Gehälter aufgerufen, die ein Verein, der sich selbst refinanzieren muss, nicht aufbringen kann. Das ist schon eine Art Wettbewerbsverzerrung."

Hamburgs Präsident Matthias Rudolph konterte die Attacke vor dem ersten Playoff-Spiel am Mittwoch in der Hauptstadt.

"Herr Steffel geht gern unter die Gürtellinie. Seine Bemerkungen sind nicht hilfreich. Sie sind ungehörig, ungebührlich, dem Sport abträglich. Persönliche Angriffe finde ich völlig daneben", meinte er. "Wir haben mit Silvio Heinevetter keinen Vorvertrag, keine Wechselabsprachen oder Ähnliches."

Dass Heinevetter das Doppelte in der Hansestadt verdienen könnte, "ist ein hanebüchener Schwachsinn".

Bob Hanning ist seinerseits zuversichtlich was einen Verbleib angeht.

"Ich würde mich nicht wundern, wenn er sich für Herz und Bauch entscheidet und nicht für das Finanzielle", sagte Füchse-Geschäftsführer.

"Er hat seine große Liebe in Berlin, ist nahe bei der Familie, lebt in einer tollen Stadt und spielt in einer schönen Halle", so Hanning, der eine Entscheidung bis zum Oktober erwartet.

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