Geschäftsführer Frank Rost (40) hat bei der Saisoneröffnung des Bundesligisten HSV Hamburg klare Ziele für die kommende Saison formuliert.

"Gemessen an unserem Etat müssten wir die Titel nur so reinholen", sagte der ehemalige Fußball-Nationaltorwart und sprach von einer "Verpflichtung" für die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb.

"Wer mit diesem Druck nicht umgehen kann, ist im Profisport fehl am Platz", sagte Rost mit ernstem Gesicht. Der Etat der Hamburger beträgt geschätzte neun Millionen Euro.

Schwalb äußerte sich vier Wochen vor dem Ligastart gegen den Deutschen Meister THW Kiel dagegen zurückhaltender.

"Wir werden als aktueller Champions-League-Sieger natürlich um jeden Titel kämpfen, aber einen besonderen Druck verspüre ich nicht", sagte der 50-Jährige.

Als größte Konkurrenten im Kampf um die deutsche Meisterschaft bezeichnete Schwalb den THW, die SG Flensburg-Handewitt, die Rhein-Neckar Löwen und die Füchse Berlin.

"Aber ich glaube, dass auch eine Mannschaft, die man bisher noch nicht so auf dem Zettel hatte, unter die ersten drei Teams kommen kann", sagte der Meistertrainer von 2011 und nannte Frisch Auf Göppingen, die MT Melsungen und Hannover-Burgdorf als Kandidaten für eine Überraschung.

Der HSV startet mit acht Neuzugängen in die neue Saison.

Verstärkt haben sich die Hamburger mit dem schwedischen Torhüter Marcus Cleverly (32/Lugi HF), dem spanischen Weltmeister Joan Canellas (26/Atletico Madrid), dem kroatischen Abwehrspezialisten Davor Dominikovic (35/US Ivry), dem deutschen Nationalspieler Adrian Pfahl (30), dem Franzosen Kentin Mahe (22/beide VfL Gummersbach) sowie Petar Djordjic (22/SG Flensburg-Handewitt), Henrik Toft Hansen (25/Bjerringbro-Silkeborg) und Jugendspieler Kevin Herbst (19/eigener Nachwuchs).

"Es wird ein halbes bis dreiviertel Jahr dauern, bis alle die Spielzüge verinnerlicht haben", meinte Schwalb.

Vor dem Bundesliga-Auftakt gegen die Kieler am 7. September kämpft der HSV noch gegen die Füchse Berlin (21. und 23. August) um die erneute Teilnahme an der Champions League.

Anschließend geht es bei der Vereins-WM in Doha (25. bis 30. August) um 310.000 Euro Siegprämie.

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