Keine Gnade für die MT Melsungen: Der Bundesligist muss trotz der prekären personellen Situation zum Hessen-Derby am Sonntag bei der HSG Wetzlar (17.30 Uhr/SPORT1) antreten. Ein Antrag des Tabellen-Siebten auf eine Spielverlegung lehnte die DKB HBL nach Angaben der Melsunger ebenso ab wie der Kontrahent aus Wetzlar.

Am Freitag waren noch insgesamt acht MT-Profis an einem Magen-Darm- beziehungsweise Grippevirus erkrankt - sechs davon sind Stammspieler.

"Aufgrund dieser dramatischen Lage haben wir uns an die spielleitende Stelle der Bundesliga gewandt und um eine Terminverlegung des Spiels in Wetzlar gebeten. Dem aber wurde nicht stattgegeben, weil es für solche Situationen in den Durchführungsbestimmungen keinen eindeutigen Passus gibt", erklärte Melsungens Geschäftsführer Axel Geerken am Freitag.

Die Verantwortlichen der MT Melsungen hatten auch die Wetzlarer kontaktiert, "aber auch von dort aus wollte man einer Verlegung nicht zustimmen. Das ist sehr schade, weil wir hier auf ein gewisses Verständnis, nicht zuletzt im Interesse der Fans, gehofft hatten", meinte der frühere Bundesliga-Keeper Geerken weiter.

Patrik Fahlgren, Nenad Vuckovic, Michael Allendorf, Daniel Kubes, Alexandros Vasilakis und Malte Schröder sind noch bis zum Wochenende krank geschrieben. Nur unter Vorbehalt einsatzfähig wären die beiden Rekonvaleszenten Anton Mansson und Christian Zufelde sowie Max Pregler, der auf dem Weg der Genesung ist.

"Nun sind wir gezwungen, mit einer Rumpfbesetzung nach Wetzlar zu fahren. Einziges Ziel kann dabei nur sein, dass wir uns achtbar aus der Affäre ziehen", erklärte Geerken vor dem Duell mit dem Tabellen-Neunten.

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