Nach dem Achillessehnenriss seines Linksaußen Uwe Gensheimer hat Thorsten Storm, Manager des Bundesliga-Tabellenführers Rhein-Neckar Löwen, schwere Vorwürfe gegen die Terminplaner im Handball erhoben.

"Es ist eine typische Überlastungsverletzung, der Körper hat gestreikt", sagte Storm: "Das ist angesichts unseres permanenten Termin-Wahnsinns mit Bundesliga, Europapokal, DHB-Pokal und Nationalmannschaft kein Wunder. Alle reden, keiner tut was."

Die Löwen haben nun auf der Linksaußen-Position "ein echtes Problem".

Aufgrund der wirtschaftlichen Situation nach dem Rückzug des Hauptgeldgebers Jesper Nielsen habe man die beiden Außenpositionen jeweils nur einfach besetzt: "Uwe hat praktisch immer alles durchgespielt", sagte Storm: "Der zweite Mann, Kevin Bitz, ist eigentlich Rückraumspieler, er sollte auf Linksaußen nur hin und wieder ein bisschen Spielpraxis sammeln."

Ob ein neuer Spieler verpflichtet wird, ließ Storm offen.

"Uwe ist als Spielerpersönlichkeit auf dem Feld, als Kapitän, als Leistungsträger sowieso nicht zu ersetzen", sagte er. Gensheimer sei praktisch "der Geschäftsführer auf dem Spielfeld".

Dass die Serie von 26:0 Punkten in der Bundesliga das Heimspiel am Mittwoch gegen Meister THW Kiel überdauert, glaubt Storm jedenfalls nicht: "Der THW ist auf jeder Position mit so hochkarätigen Individualisten besetzt, da können wir im Normalfall nicht gegenhalten."

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