Die Ex-Nationalspieler Daniel Stephan und Christian Schwarzer sorgen sich nach der Entlassung von Geschäftsführer Fynn Holpert und der Strafanzeige gegen den ehemaligen Sportchef Volker Zerbe um die Zukunft des finanziell angeschlagenen TBV Lemgo.

"Das ist ein Schlag mit dem riesengroßen Hammer", sagte Schwarzer, Junioren-Bundestrainer und Weltmeister von 2007: "Die Frage wird sein, ob man sich davon nochmal erholen kann. Für die jungen Spieler ist das eine ganz ganz schwere Zeit."

Stephan, der 16 Jahre lang beim TBV als Profi und Funktionär tätig war, schlägt in die gleiche Kerbe.

"Für den Verein ist es eine schwere Zeit, das wird sich auch so schnell nicht ändern können", sagte Stephan. Die Strafanzeige gegen seinen ehemaligen Mitspieler Zerbe sieht der Welthandballer von 1998 zwiegespalten.

"Der Beirat besteht aus drei Leuten, die große Wirtschaftsunternehmen leiten oder geführt haben - wenn die zu dem Schluss kommen, das TBV-Idol Volker Zerbe anzuzeigen, dann muss da schon irgendwas geschehen sein", sagte Stephan: "Aber ich traue dem Volker nicht zu, dass er irgendwas in die eigene Tasche gewirtschaftet hat. Da kann man nur abwarten und darf nicht spekulieren."

Der TBV hatte Strafanzeige gegen Zerbe gestellt, nachdem finanzielle "Ungereimtheiten" die Ostwestfalen im Sommer an den Rand der Insolvenz geführt hatten. Zerbe war zusammen mit Stephan 2004 Europameister geworden.

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