Peter Rauchfuß, Schiedsrichterwart des DHB, hat die Termin-Hatz in der Handball-Bundesliga kritisiert.

"Am Sonnabend ist einem meiner Schiedsrichter das Kreuzband gerissen, ein anderer quält sich mit einem Meniskusschaden über die Runden - solche Verletzungen hat es vor zehn Jahren nicht gegeben", sagte Rauchfuß den "Kieler Nachrichten": "Auch wir gehen an dieser Belastung kaputt. "

Zudem räumte der 67 Jahre alte Chemnitzer ein Nachwuchsproblem ein: "Es kommen zu wenig Gespanne aus den Landesverbänden nach. Oft fehlt ihnen auch die nötige Qualität."

So habe er in dieser Saison lediglich 13 Gespanne für die Bundesliga zu Verfügung, in der abgelaufenen Spielzeit waren es noch 15.

Forderungen nach Profi-Schiedsrichtern erteilte Rauchfuß dennoch eine klare Absage: "Wer würde sich denn in dieses Boot setzen? Eine Verletzung kann die Karriere schon frühzeitig beenden", sagte Rauchfuß, "was wir brauchen, ist ein anderer Spielplan."

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