Erfolgstrainer Alfred Gislason fürchtet, aufgrund des enormen Erfolgsdrucks an einem Burnout-Syndrom erkranken zu können.

"Am Ende einer Saison bin ich immer ziemlich leer. Bei der Schnelllebigkeit kommt man nicht dazu, etwas zu genießen", sagte der Coach des Deutschen Meisters THW Kiel im Rahmen einer Veranstaltung zum Thema Sportpsychologie in Kiel: "Wir leben in einer endlosen Mühle."

Der 52 Jahre alte Isländer hat den THW in dieser Saison bereits zu Meisterschaft und Pokalsieg geführt. Zudem strebt Gislason den Triumph in der Champions League sowie eine perfekte Bundesliga-Spielzeit ohne Niederlage an.

Um sich mental fit zu halten und sich wieder zu erholen, lese er auf Reisen Geschichtsbücher. Außerdem "mache ich nach der Saison das Handy aus und drei bis vier Wochen Gartenarbeit. Das lädt die Akkus wieder auf."

Mentale Stärke werde seiner Ansicht nach nicht durch kurzfristige Effekte generiert, sondern durch eine gezielte und lange Vorbereitung. Als Trainer sei es seine Aufgabe, seine Spieler auf "möglichst viele Situationen vorzubereiten".

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