Mit dem Sieg in Lübbecke wahrt Kiel die Meisterchance. Trainer Gislason aber sagt SPORT1, auch die Löwen hätten es verdient.

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Von Martina Farmbauer

Lübbecke - Es war kein perfektes Spiel, mit dem der THW Kiel seine Chance im irren Saisonfinish der DKB HBL am Leben hielt.

Die Kieler taten sich bei der TuS N-Lübbecke (Bericht) vor allem im ersten Abschnitt schwer. Auch in der zweiten war ihnen der Druck anzumerken, nicht nur gewinnen, sondern dies auch mit möglichst vielen Toren tun zu müssen, um ihren 21-Tore-Rückstand auf die Rhein-Neckar Löwen zu minimieren. (DKB HBL: Ergebnisse und Tabelle)

THW-Trainer Alfred Gislason fand die mangelnde Chancenverwertung bei SPORT1 zwar "normal, weil wir fünf Leute weniger als Hamburg und Rhein-Neckar Löwen haben, und irgendwann macht sich das bemerkbar". Aber seine Mannschaft agierte auch oft überhastet im Angriff. Hier gibt es alles zum Handball

Sigurdssons verrückter Jubel

Wie wichtig jedes einzelne Tor für den THW ist, bewies die Reaktion des Kieler Außen- und isländischen Nationalspielers Gudjon Valur Sigurdsson, der insgesamt neun Treffer erzielte und nach seinem Tor kurz vor Schluss wie ein Verrückter jubelte.

"Gudi ist ein sehr emotionaler Mensch", sagte Filip Jicha bei SPORT1 über seinen Mannschaftskollegen. SHOP: Jetzt Handball-Artikel kaufen

"Er ist eine Trainingsmaschine. Ich glaube, er kennt keine Ruhe, und das sieht man auf dem Spielfeld. Er hat so diese Entschlossenheit, diesen isländischen Willen. Das hat er heute gezeigt, und er hat uns getragen, was für uns sehr, sehr wichtig war."

Löwen mit sieben Toren Vorsprung

Sigurdsson trug den THW Kiel zum 35:21 gegen Lübbecke - wodurch der Titelverteidiger nach Punkten wieder zum Spitzenreiter aus Mannheim aufschloss.

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Aber das Entscheidende ist eben das Torverhältnis, und da liegen die Löwen immer noch um sieben Treffer vorn. (SERVICE: Der Tabellenrechner)

Dennoch ist die Bühne bereitet für das Herzschlagfinale am letzten Spieltag, wenn der THW gegen den Tabellenfünften Füchse Berlin und die Löwen beim Zwölften VfL Gummersbach spielen (24. Mai, Konferenz ab 16 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

Das wochenlange Wettballern lässt auch Nationaltrainer Martin Heuberger nicht kalt. "Ich bin total gespannt, wer es am Ende macht", sagte der 49-Jährige dem "SID". "Beide

Mannschaften stehen zurecht oben, weil sie wirklich den besten Handball über die Saison gespielt haben."

"Dann ist es auch verdient"

Kiels Trainer Gislason sagte bei SPORT1, dass die Rhein-Neckar Löwen einen Vorteil hätten, "weil es für Gummersbach um nichts mehr geht. Die Berliner kämpfen auch um jeden Platz und sind sicherlich enttäuscht nach dem Wochenende [Halbfinal-Pleite im EHF-Cup in eigener Halle], was verständlich ist."

Filip Jicha hofft aber, dass auch die Gummersbacher sich am letzten Spieltag sportliche Fairness walten lassen, sich anstrengen und zeigen mögen, dass sie eine starke Mannschaft sind.

Letztlich könne Kiel ohnehin nur das machen, was in seiner Hand liegt, nämlich die bestmögliche Leistung bringen, sagte Gislason. "Und wenn es am Ende nur ein, zwei Tore sind, die entscheiden, dann ist es auch verdient."

"Wir müssen alles daran setzen, alle, die Stadt, die Geschäftsstelle, alle die Energien in eine Richtung zu lenken", appellierte Jicha", um gegen Berlin ein perfektes Spiel abzuliefern."

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