Die Löwen brauchen gegen Melsungen einen Torehagel - und liefern. In einer hektischen Partie setzt es viele Strafen und Karten.

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Mannheim - Der Tabellenführer erledigt seine Aufgabe: Die Rhein-Neckar Löwen haben zum Auftakt des 33. Spieltags der DKB Handball Bundesliga im Meisterrennen mit einem 41:28 gegen die MT Melsungen vorgelegt.

Dank dieses Schützenfests haben die Löwen jetzt in der Tordifferenz 21 Tore Vorsprung vor Kiel. Der THW kann am Sonntag in Lübbecke nach Punkten gleichziehen. (DKB HBL: Ergebnisse und Tabelle)

Mit jeweils neun Treffern waren Nationalspieler Uwe Gensheimer auf Linksaußen, Linkshänder Alexander Petersson und Andy Schmid auf Rückraum Mitte die erfolgreichsten Werfer der Löwen. Für die in allen Belangen unterlegenen Gäste traf Linkshänder Michael Müller achtmal.

Gensheimer sagte nach dem Spiel bei SPORT1 über den Meisterkampf, bei dem sowohl Kiel als auch die Löwen jetzt auf Kantersieg um Kantersieg angewiesen sind: "Die Regularien sind so. Seit zwei, drei Spieltagen geht es um jedes Tor. Beide Mannschaften müssen Vollgas geben und jedes Tor erkämpfen."

Der Toptorjäger der Löwen sah jedoch das Positive im diesmal nervenzehrenden Bundesliga-Finale - schließlich seien "alle Handball-Fans froh, wenn es mal wieder Spannung gibt".

Löwen sofort mit Druck

Die Gastgeber legten von der ersten Sekunde an mit viel Druck los. Die Marschroute war klar: Jeder Treffer zählt im Fernduell mit Kiel. (SERVICE: Der Tabellenrechner)

Zu Beginn hielt Melsungen mit einer aggressiven Deckung noch dagegen, blieb zumindest bis zum Spielstand von 2:2 in der Partie. Die Löwen zogen danach aber schnell auf 5:2, 8:3 und 12:4 davon.

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Vor allem Schmid trickste die Abwehr der Gäste immer wieder aus und traf in der ersten Hälfte beinahe wie er wollte. In dieser Phase beschleunigte Löwen-Torhüter Niklas Landin durch mehrere Paraden noch das Davonziehen des Favoriten.

In der zweiten Hälfte nahm das Tempo etwas ab, die Löwen hielten ihren Rhythmus nicht ganz durch. Melsungen hielt den Rückstand bis 13 Minuten vor dem Ende zumindest bei zehn Toren. SHOP: Jetzt Handball-Artikel kaufen

Kubes nach dritter Zeitstrafe raus

In der 52. Minute flog dann jedoch Melsungens Abwehrspezialist Daniel Kubes nach seiner dritten Zeitstrafe vom Platz beim Stand von 34:23 für die Gastgeber.

Als die Löwen gerade wieder über den Gegner herzufallen schienen, kassierte auch Stefan Sigurmannsson wenige Sekunden nach seiner Einwechslung glatt Rot. Bereits nach nicht einmal einer Viertelstunde hatten die Schiedsrichter gegen Melsungens Philipp Müller nach einem überharten Foul direkt Rot gezückt.

Insgesamt hagelte es auf beiden Seiten 13 Zeitstrafen, fünf für die Löwen und acht für Melsungen.

In einer hektischen Schlussphase legte Gensheimer noch ein paar Tore drauf, die Gastgeber wollten immer mehr. Melsungen antwortete mit Härte und kassierte für Jonathan Stenbäcken und Christian Hildebrand noch weitere Strafen. Am Ende durfte sich der Tabellenführer für einen großen Schritt auf dem Weg zum ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte feiern lassen.

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