Die Löwen gewinnen ein dramatisches Topspiel gegen Hamburg, müssen die Spitze aber den Tormaschinen aus Kiel überlassen.

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Mannheim/Lemgo - Die Rhein-Neckar Löwen haben das Spitzenspiel der DKB HBL gegen den HSV Hamburg gewonnen, die Tabellenführung aber verloren.

Der bisherige Spitzenreiter siegte trotz eines Drei-Tore-Halbzeit-Rückstands knapp mit 32:31 (12:15) gegen die Hanseaten, musste den THW Kiel aber an sich vorbeiziehen lassen (DATENCENTER: DKB HBL).

Der Titelverteidiger hatte bereits am Nachmittag den TBV Lemgo in dessen Halle mit 46:24 (25:9) deklassiert und thront aufgrund der besseren Tordifferenz (+200 gegenüber +193) drei Spieltage vor Saisonende auf Platz eins.

Der HSV verpasste es durch die Niederlage, mit der SG Flensburg-Handewitt auf Platz drei gleichzuziehen.

Dramatische Schlussphase in Mannheim

"Ich hatte keinen dicken Hals. Wir waren ein bisschen schockiert über das hohe Ergebnis, aber letztlich müssen wir auf uns schauen", kommentierte Löwen-Profi Andy Schmid bei SPORT1 das Ergebnis der Kieler.

Nationalspieler Uwe Gensheimer, mit neun Treffern an diesem Abend bester Torschütze der Badener, sagte zu SPORT1: "Irgendwie hatten wir in der ersten Halbzeit alle die Handbremse drin. Aber in der zweiten Hälfte lief es besser und am Ende hatten wir das Glück des Tüchtigen."

In der mutmaßlich letzten Sekunde hatte der HSV zwar spektakulär zum Ausgleich getroffen. Die Schlusssirene war jedoch Sekundenbruchteile zuvor erklungen, sodass das Tor nicht gegeben wurde (STENOGRAMME: 31. Spieltag).

HSV-Star Petar Djordjic musste in der Schlussminute mit einer Knieverletzung ausgewechselt werden.

Kiels Jicha verletzt sich

Die Kieler stellten mit einem Unterschied von 22 Toren in Lemgo ihren Bundesliga-Rekord für den höchsten Auswärtserfolg ein - in der Saison 2003/04 war in Minden ein 47:25 gelungen.

Überschattet wurde der Sieg des THW durch eine Verletzung von Filip Jicha. Dieser war nach einem Sprung umgeknickt und musste daraufhin ausgewechselt werden.

Wie THW-Coach Alfred Gislason zu SPORT1 sagte, besteht der Verdacht auf einen Bänderriss im linken Sprunggelenk.

Diese Verletzung würde eine wochenlange Pause nach sich ziehen.

Flensburg und Füchse siegen

Auch die SG Flensburg-Handewitt gab sich keine Blöße und gewann souverän gegen den MT Melsungen mit 35:23 (16:9).

Die Flensburger festigten damit Position drei. Ebenfalls erfolgreich waren die Füchse Berlin. Die Hauptstädter siegten mit 25:23 (13:11) gegen den TuS N-Lübbecke und bleiben Fünfter.

Eisenach kurz vor Abstieg

Im Tabellenkeller steht ThSV Eisenach kurz vor dem Abstieg.

Bei GWD Minden verloren die Thüringer mit 23:25 (12:11) und haben damit als Tabellenvorletzter drei Spiele vor Schluss sechs Punkte Rückstand auf den rettenden Platz 15.

[kaltura id="0_c69cwy5r" class="full_size" title="Kiel mit Torflut in Lemgo"]

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