Im nervenaufreibenden Titelkampf legt THW Kiel in Lemgo vor. Die Rhein-Neckar Löwen geben sich vor dem Duell gegen Hamburg cool.

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Von Holger Luhmann

München - Als die HSV-Handballer die SG Flensburg-Handewitt unsanft aus dem Titelrennen katapultiert hatten, ließen die Hamburger prompt die nächste Kampfansage Richtung Tabellenführer Rhein-Neckar Löwen folgen.

"Jetzt geht es weiter, auf zum nächsten Spitzenspiel", verkündete Rückraumspieler Domagoj Duvnjak und Torsten Jansen erklärte: "Wir wollen ihre Serie brechen."

Im nervenaufreibenden Fernduell um die Krone in der DKB HBLkann sich der HSV weiter als entscheidendes Zünglein an der Waage entpuppen und als Spielverderber auch den Titel-Traum der Löwen zum Platzen bringen.

Hauchdünne 14 Tore Vorsprung

Die Ausgangslage vor dem viertletzten Spieltag verleitet zum Nägel kauen (DATENCENTER: Die DKB HBL).

Die Löwen liefern sich mit Verfolger THW Kiel ein heißes Kopf-an-Kopf-Rennen und Wettwerfen.

Beide Mannschaften haben 51:9 Punkte. Die Löwen weisen eine bessere Differenz von 14 Toren auf.

Kiel gegen 10.000 Fans

Kiel will beim TBV Lemgo (So., ab 15.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) vorlegen und den Druck auf die Löwen weiter erhöhen.

Doch ein Spaziergang wird die Auswärtsaufgabe für den Rekordmeister nicht - im Gegenteil.

Lemgo zieht traditionell gegen Kiel ins Gerry Weber Stadion um, das 10.000 Fans in einen Hexenkessel verwandeln werden.

Was diese Atmosphäre bewirken kann, erfuhren die Kieler 2010 beim 30:32 am eigenen Leib.

Löwen "ganz locker"

Und die Löwen? Die wollen sich weder von den forschen Hamburgern (So., ab 20.10 Uhr im LIVESTREAM u. 21 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) noch von den Kielern aus der Ruhe bringen lassen.

"Sicher haben wir im Hinterkopf, dass wir Meister werden können. Aber das belastet uns nicht", sagte Kreisläufer Bjarte Myrhol auf der eigenen Homepage.

13 Siege in Folge geben den Löwen das nötige Selbstvertrauen. Auf der anderen Seite kassierten die Mannheimer im Hinspiel eine 25:38-Klatsche. Und die Hamburger wollen unbedingt noch Platz drei und damit die Champions League erreichen.

Doch Myrhol gibt das Erfolgsrezept für die Löwen vor. "Wir gehen ganz locker mit der Situation um. Es ist schön, Erster zu sein, und wir wissen, dass wir uns nicht vor den restlichen Gegnern in dieser Saison verstecken müssen", erklärt der Norweger und fügt hinzu: "Wichtig ist einzig und allein, dass wir uns und unseren Prinzipien treu bleiben. Dazu gehört in erster Linie, dass wir nicht zu weit in die Zukunft schauen, uns nicht ablenken lassen und dass unsere ganze Konzentration immer nur dem nächsten Gegner gilt."

Keine leichte Aufgabe in diesem hitzigen Saison-Endspurt.

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