Domagoj Duvnjak wechselte 2009 zum HSV Hamburg - und geht nun nach Kiel © getty

Beim THW sind die Hamburger zum Siegen verdammt, um die Meisterschaft noch offen zu halten. Ein Kroate steht im Fokus.

München - Erst die Weihnachtsgans, dann der Auswärtssieg:

Nur mit einem sportlichen Triumph beim Erzrivalen THW Kiel können die Handballer vom HSV Hamburg wirklich fröhliche Weihnachten feiern.

"Wir wollen den Kielern ordentlich auf die Pelle rücken", sagt Torhüter Johannes Bitter vor dem Nordderby beim Erzrivalen (Do., 17. 15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM).

Hamburg unter Druck

Die Ausgangslage ist klar: Bei aktuell drei Punkten Vorsprung des Rekordmeisters auf den Champions-League-Gewinner wäre eine Niederlage der Hanseaten gleichbedeutend mit dem Ende aller Titelträume. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Rechtsaußen Stefan Schröder meint deshalb auch: "Dann wäre wohl statt der Meisterschaft der Champions-League-Titel unser Ziel."

THW nicht unschlagbar

Allerdings ist die Dominanz des Tabellenführers nicht mehr so erdrückend wie in der jüngeren Vergangenheit. Nach 19 Spielen in der DKB Handball-Bundesliga stehen auf dem Konto der "Zebras" bereits vier Minuspunkte.

Und auch die Generalprobe am vergangenen Wochenende mit einem 35:28-Erfolg gegen den TV Emsdetten war nicht mehr als ein glanzloser Arbeitssieg.

Jicha freut sich auf den HSV

"Wir wissen, dass wir uns steigern müssen. Aber trotzdem werden wir über Weihnachten nicht 24 Stunden am Tag an den HSV denken", sagt THW-Nationalspieler Patrick Wienczek.

Auch Kapitän Filip Jicha - der erneut für die Wahl zum Welthandballer des Jahres nominiert ist (News) - will vor dem Gipfeltreffen die Festtage genießen: "Danach aber freuen wir uns schon wieder darauf, die Hamburger zu schlagen."

Hamburg müht sich gegen Aufsteiger

Schließlich war der letzte Pflichtspielauftritt der Hanseaten ebenfalls alles andere als eine Demonstration der Stärke. Gegen Aufsteiger Bergischer HC reichte es gerade mal zu einem unspektakulären 29:24.

Besonders mit der Offensivleistung konnte Trainer Martin Schwalb nicht zufrieden sein, allerdings schonte der Coach seinen Topangreifer Hans Lindberg.

Duvnjak im Fokus

Eine Schlüsselrolle in der wegweisenden Begegnung beim THW könnte Domagoj Duvnjak zufallen.

Der Kroate wird in Kiel letztmals im HSV-Trikot auflaufen, in der kommenden Saison wechselt er an die Förde.

Doch Rücksichten auf seinen zukünftigen Arbeitgeber kann und will der Nationalspieler nicht nehmen: "Wir müssen und werden in Kiel Vollgas geben."

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