Nach der Pokalsensation in Kiel gibt es für die Löwen in Hamburg nichts zu holen. Das Rennen um die Meisterschaft bleibt offen.

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Hamburg - Das Gefühl der Glückseligkeit währte keine 72 Stunden: Drei Tage nach dem sensationellen Pokaltriumph beim THW Kiel ((Bericht Löwen-Kiel)) sind die Rhein-Neckar Löwen äußerst unsanft auf dem Boden der Tatsachen gelandet.

Durch die 25:38 (13:19)-Niederlage in der DKB-Handball-Bundesliga beim HSV Hamburg (Bericht) sind die Meisterchancen des Teams von Trainer Gudmundur Gudmundsson wohl passe.

Die Hanseaten setzten dagegen endlich das lang ersehnte Ausrufungszeichen und meldeten sich im Titelrennen zurück.

"Wir hatten keine Chance"

"Wir hatten heute einfach keine Chance und waren nicht schnell und spritzig genug", sagte Gudmundsson, den die Lehrstunde des HSV sichtbar mitgenommen hatte.

Mit Leichtigkeit hatten die Hanseaten vor 10.251 Zuschauern exakt jenes Team abgefertigt, das noch Tage zuvor beim Triumph über den Rekordmeister Kiel ein völlig anderes Gesicht gezeigt hatte.

Storms Einladung hilft nicht

"Wir sind gar nicht ins Spiel gekommen, weder in der ersten noch in der zweiten Halbzeit. So gut wie wir am Mittwoch agiert haben, so haben wir heute leider unter unseren Möglichkeiten gespielt", stellte Löwen-Manager Thorsten Storm konsterniert fest.

Nach dem Triumph an der Förde hatte der 49-Jährige sein Team zu einem saftigen Steak eingeladen - doch offenbar reichten die Proteine und Kohlenhydrate nicht für eine Spitzenleistung aus.

"Voll schwach"

"Wir waren heute viel zu langsam. Vielleicht steckte das Spiel gegen Kiel noch in den Knochen", sagte Gudmundsson.

Sein Rückraumspieler Kim Ekdahl Du Rietz brachte es bei SPORT1 noch knapper auf den Punkt: "Die Hamburger waren heute sehr, sehr stark und wir voll schwach."

Bitter in Top-Form

Insbesondere bei Tempogegenstößen ließen sich die Mannheimer immer wieder überrumpeln.

Domagoj Duvnjak und Hans Lindberg (jeweils acht Treffer) bekamen die Löwen überhaupt nicht zu fassen (STENOGRAMME: Der 18. Spieltag)..

Auf der Gegenseite verzweifelten sie an HSV-Torwart Jogi Bitter, der sich in Gala-Form präsentierte.

Schwalb lobt Abwehr

"Wir wussten, dass die Rhein-Neckar Löwen über viele gute Lösungen im Angriff verfügen.

Aber wir haben in der Abwehr gut gearbeitet, und Jogi hat hinten wichtige Bälle weggenommen", sagte Hamburgs Trainer Martin Schwalb: "Man hat gesehen, dass unser Abwehrspiel insgesamt stabil wird."

Flensburg bleibt oben

Durch den Erfolg kletterten die Hanseaten (27:7 Punkte) auf Platz drei. Tabellenführer ist weiter Flensburg (31:5), das sich beim 35:28 gegen Minden keine Blöße gab.

Kiel (30:4), derzeit auf Rang zwei, setzte sich souverän mit 31:25 beim Bergischen HC durch. Der THW kann aber mit einem Sieg im Nachholspiel gegen Lemgo (Mi., ab 18:55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im GRATIS-STREAM) die Spitze übernehmen.

Die Löwen rangieren auf Platz fünf (25:9) (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Weihnachtskracher in Kiel

Können die Hamburger die Form aus dem Spitzenspiel vom Samstag konservieren, sind sie im Rennen um den Titel noch nicht abzuschreiben.

Noch in diesem Jahr hat der Champions-League-Sieger die Chance, eine weitere Duftmarke zu setzen.

Am 26. Dezember (17.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) kommt es in Kiel zum Duell des THW mit dem HSV.

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