Matthias Flohr (r.) spielt seit 2004 für den HSV © getty

Vor dem wegweisenden HSV-Spiel strotzt Löwen-Kapitän Gensheimer vor Selbstvertrauen. HSV-Star Djordjic zeigt sich gegenüber SPORT1 unbeeindruckt.

Von Jörg Bullinger

München/Hamburg - Verlieren verboten! Das werden HSV-Coach Martin Schwalb und sein Gegenüber Gudmundur Gudmundsson von den Rhein-Neckar Löwen ihren Spielern am Samstagnachmittag (ab 14:55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1und im GRATIS-STREAM) vor dem Spitzenspiel in der O2 World in Hamburg mit auf den Weg geben.

Das Nachholspiel des 14. Spieltags der DKB-HBL hat es in sich, denn mit einer Niederlage verabschiedet sich die unterlegene Mannschaft schon fast aus dem Titelrennen.

Kiel zieht am Mittwoch nach

Kiel, das am Dienstag ebenfalls noch zuhause gegen den TBV Lemgo (ab 18:55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im GRATIS-STREAM) nachsitzen muss, rangiert momentan auf dem zweiten Rang, hat aber mit vier Minuspunkten bisher am wenigsten Zähler abgegeben.

Die Rhein-Neckar Löwen und der HSV haben bereits sieben Minuspunkte, bei einer Niederlage wären es schon fünf Zähler, die man an den restlichen 17 Spieltagen auf den amtierenden Meister aufholen muss (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Djordjic: "Beide brauchen diese Punkte"

HSV-Star Petar Djordjic weiß, wie wichtig die Partie für beide Teams ist.

"Keine Mannschaft will das Spiel verlieren, weil es ein sehr wichtiges ist. Auch wegen den Punkten, aber auch, um ein Signal zu setzen. Beide Mannschaften brauchen diese Punkte", sagt er im Gespräch mit SPORT1.

Dass die Gäste nach der Pokalsensation gegen den THW Kiel (BERICHT) mit breiter Brust in die Hansestadt reisen, spielt für den 23-Jährigen keine übergeordnete Rolle.

"Auch wenn sie in Kiel nicht gewonnen hätten, wissen wir natürlich, was die Rhein-Neckar Löwen für eine Qualität und große Mannschaft haben."

Löwen verzichten auf Rückreise nach Mannheim

Die Mannheimer sind nach dem Pokal-Triumph in Hamburg geblieben.

Sie lassen nichts unversucht, sich optimal auf das wegweisende Spiel vorzubereiten.

Am Donnerstag trainierte die Gudmundsson-Truppe sogar in der gleichen Halle wie der HSV.

"Die Jungs vom HSV waren am Vormittag und wir am Nachmittag dran", erzählt Löwen-Kapitän Uwe Gensheimer bei SPORT1.fm. "Da gab es keine Berührungspunkte, und wenn, wäre es auch nicht schlimm."

Gensheimer erwartet langen Titelkampf

Sowohl Gensheimer, als auch Djordjic, wollen von einer Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft bei einer Pleite nichts wissen.

"Es gibt ein ganz langes, offenes Meisterrennen", prophezeit der Linksaußen.

"Ich glaube, der Tabellenstand in der Spitzengruppe zeigt, dass es sehr, sehr eng ist und es viele Mannschaften gibt, die da ein Wörtchen mitreden können."

Djordjic warnt vor "komischen Ergebnissen"

Djordjic denkt ähnlich. "Die Saison ist noch zu lang. Da kommen zum Teil schon komische Ergebnisse zustande ? auch bei den Titelfavoriten. Man kann jedes Spiel auswärts verlieren", glaubt der Rückraumspieler des HSV.

Trotzdem wird es der Verlierer des Duells schwer haben, denn gleich vier Mannschaften müssten an den restlichen 17 Spieltagen Federn lassen und überholt werden. "Wir haben eines der wichtigsten Spiele der Saison vor der Brust", nimmt HSV-Trainer Schwalb seine Spieler im Vorfeld der Partie in die Pflicht. "Mit einem Sieg bewahren wir uns alle Chancen auf den Titel."

HSV will Wiedergutmachung

Hamburg muss nach dem überraschenden Punktverlust im letzten Heimspiel gegen den TBV Lemgo bei seinen Fans Wiedergutmachung betreiben.

Djordjic ist von der eigenen Stärke überzeugt.

"Natürlich gehen wir mit Selbstvertrauen in das Spiel und wollen auch gewinnen. Wir spielen zuhause. Wir wissen, was für eine Mannschaft wir sind und das wir unglaublich große Qualität haben", macht er sich und seinen Mitspielern Mut.

Gensheimer selbstbewusst

Ob die Gäste sich von der Kampfansage verunsichern lassen, darf nach dem Spiel vom Mittwoch allerdings bezweifelt werden.

"Wir haben ein gutes Gefühl für Samstag und wir können auch mit Selbstvertrauen und breiter Brust antreten", sagt Gensheimer.

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