Flensburgs Supercup-Gewinn ist zwar noch keine Wachablösung, lässt aber für die anstehende Saison auf mehr Spannung hoffen.

Der Sieg im Supercup (Bericht) löst bei den Flensburgern selbst keine Begeisterungsstürme aus, und auch in der Handball-Welt nicht. Von Wachablösung kann noch lange keine Rede sein. Schließlich ist die Saison lang, hart und von vielen Unwägbarkeiten abhängig.

Die SG hatte das eingespieltere Team - das war deutlich zu sehen. Der THW agierte dagegen in Angriff und Abwehr teils noch ziemlich konfus.

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Und dennoch ist Kiels Niederlage und vor allem ihr Zustandekommen ein echter Fingerzeig für die kommende Saison: Sie wird ausgeglichener sein und den Zuschauern deutlich mehr Spannung bringen, als das in den letzten Jahren der Fall war.

Ohne Zweifel hat der THW mit Rasmus Lauge, Wael Jallouz und Johan Sjöstrand Spieler mit riesigem Potenzial verpflichtet, das sie in Ansätzen bereits durchblicken ließen, angekommen sind sie aber noch lange nicht.

Es wird als entscheidend sein, wie lange Kiels Meistercoach Alfred Gislason und sein verlängerter Arm auf dem Feld, Filip Jicha, benötigen, um die Neuen ins Kieler System perfekt einzupflegen und ihnen das THW-Siegergen zu injizieren.

Dass das trotz Können und Talent oftmals länger dauern kann, beweist der Fall Marko Vujin. Der Rückraum-Shooter mauserte sich in der abgelaufenen Spielzeit erst nach der Winterpause zu einer echten Verstärkung, ist seitdem aber oftmals bester Scorer des Rekordmeisters.

Ähnlich wie in Kiel wird es auch in Hamburg, Berlin und bei den Löwen darauf ankommen, wie lange die Integration der Neuzugänge benötigt.

Klar ist aber: Die Liga ist stärker und ausgeglichener denn je. Das verspricht großartigen Handball - und Spannung pur.

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