Frank Rost hatte erst am 1. Juli als Geschäftsführer des HSV angetreten © imago

Der neue Geschäftsführer ist schon wieder Geschichte! Nach Differenzen mit der Klubführung wirft der Ex-Fußballer beim HSV hin.

Hamburg/München - Frank Rost (40) ist am Montagabend als Geschäftsführer des Bundesligisten HSV Hamburg zurückgetreten.

Vereinspräsident Matthias Rudolph bestätigte einen entsprechenden Bericht des "Hamburger Abendblatts".

"Wir wollten mit seiner Verpflichtung einen Schritt nach vorne machen, das war leider nicht der Fall", sagte Rudolph.

In einem Telefongespräch mit dem Klubboss hatte der ehemalige Fußball-Nationaltorhüter Rost um die Auflösung seines Vertrags gebeten.

Differenzen mit der Klubführung

Rost, der seinen Dienst beim aktuellen Champions-League-Sieger erst am 1. Juli angetreten hatte, zog mit der Entscheidung die Konsequenzen aus seinen Differenzen mit der Klubführung.

Bei der Saisoneröffnung des Meisters von 2011 hatte Rost die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb am Montagmittag noch stark unter Druck gesetzt.

"Gemessen an unserem Etat müssten wir die Titel nur so reinholen", hatte Rost auf einer Pressekonferenz gesagt und von einer "Verpflichtung" für das Team gesprochen.

Markovic-Deal der Auslöser

Grund für das abrupte Ende der Zusammenarbeit waren anhaltende Differenzen bei Transferfragen.

Letztlich entscheidend war wohl die Verpflichtung von Linkshänder Zarko Markovic. Der ehemalige Bundesliga-Torhüter Frank Rost soll erst am Montagmorgen von dem Transfer erfahren haben, als der Wechsel schon fast vollzogen war.

Rost nicht einbezogen

Trainer Martin Schwalb, 50, und der zweite Geschäftsführer Christoph Wendt, 38, hatten den Deal ohne Rost eingefädelt. Scheinbar war es nicht das erste Mal, das Rost nicht in den Entscheidungsprozess mit einbezogen wurde.

Rost hatte in der Vergangenheit immer wieder betont, dass er auf den Job bei den Hamburgern nicht angewiesen sei.

Sollte der Verein nicht gewillt sein, die dringend nötigen Strukturreformen mitzugehen, könne er den Vertrag auch jederzeit zerreißen.

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